Staßfurt l Die Spielerinnen kamen ordentlich ins Schwitzen. Nicht nur, weil außerhalb der Salzland-Sporthalle die 30-Grad-Marke am Sonntag mal wieder überschritten war. Auch, weil beim 21. Salzland-Cup auf die Auszeiten der Teams verzichtet wurde. Aufgrund kurzfristiger Absagen waren nur sechs Teams am Start und die Spielzeit betrug 30 Minuten. Bei drei Spielen pro Team „war das von der konditionellen Seite eine gute Standortbestimmung“, sagte Sylvia Breitenstein, Betreuerin der ersten und zweiten Frauen des HC Salzland 06, der dieses Turnier ausrichtete.

„Es hat alles super geklappt, wir waren gut im Zeitplan“, war sie mit dem Ablauf zufrieden. Am Ende sahen die Gäste, darunter auch der Staßfurter Oberbürgermeister Sven Wagner und Eugen Keller von den Stadtwerken Staßfurt, einen verdienten Sieger. Der Favorit und Oberligist TSV Niederndodeleben setzte sich im Finale mit 12:10 gegen Köthen durch. Es ging jedoch sehr spannend zu. Und das war von Beginn an in den meisten Spielen der Fall.

Zum Auftakt gab es ein Sachsen-Anhalt-Liga-Duell zwischen Salzland und Köthen zu sehen, das mit 16:11 an die Gäste ging. „In den ersten 20 Minuten ging es hin und her, dann hat Köthen die Erfahrung ausgespielt“, schätzte Breitenstein ein. Der HCS formierte sich im Sommer komplett neu. Die Trainer Mark Illig und Steffen Panzer bauten einige Jugendspielerinnen in den Kader ein und setzten auch am Sonntag schon auf diese, alle erhielten Spielzeit.

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Zweites Spiel

Das zweite Spiel des HCS endete mit einem knappen 22:19-Sieg gegen den Bezirksligisten BSV Klostermannsfeld. „Das Ergebnis hätte höher ausfallen müssen, da kam zum Schluss der Schlendrian rein“, sagte Breitenstein. „Es war aber eine geschlossene Mannschaftsleistung.“ Diese sah sie auch bei der zweiten Mannschaft des HCS, auch wenn das Ergebnis gegen den Turniersieger (3:19) anderes vermuten lässt. „In den ersten zehn Minuten haben wir den Gegner aber gut in Schach gehalten, dann waren es 80 Prozent Kontertore, die wir kassiert haben.“

Deutlich enger ging es im Duell des Bezirksligisten mit der SG Lok Schönebeck zu. Bis zwei Minuten vor dem Ende stand es unentschieden. „Wir haben dem Gegner alles abverlangt, ein Unentschieden wäre gerecht gewesen“, urteilte Breitenstein. Doch die Schönebeckerinnen hatten das Quäntchen mehr Glück.

Das ging dann im letzten Gruppenspiel gegen Niederndodeleben verloren (11:23), kehrte aber im kleinen Finale zurück. Die SG Lok holte sich mit dem 13:9 gegen den Gastgeber die Bronzemedaille. Es war ein spannendes Duell, in dem die Schönebeckerinnen die Fehler des Gastgebers am Ende konsequent ausnutzten.

Die HCS-Zweite holte sich unterdessen den fünften Rang im Duell der Bezirksligisten. Auch wenn die Platzierungen nicht so gut waren, die Leistung stimmte. Und zwei Titel gab es am Ende ja auch noch für den HC Salzland. Nach einigen guten Paraden wurde Lisa Jödecke aus der Zweiten zur besten Torhüterin des Turniers ausgezeichnet und Stevie Mittwollen (Erste) wurde zur besten Spielerin gekürt.