Glinde/Staßfurt l Dabei ist Außenseiter Glinder HV „Eintracht“ Gastgeber für Aufstiegsaspirant HV Rot-Weiss Staßfurt. Die Staßfurter reisen als klarer Favorit in die Glinder Elbesporthalle. Allerdings sind die Rot-Weissen auch gewarnt. Immerhin spukte der Aufsteiger aus Glinde den Bodestädtern bereits im Hinspiel ordentlich in die Suppe. Beim 23:23 am zweiten Spieltag entführte der GHV nämlich einen Zähler aus der Staßfurter Salzlandsporthalle und durfte bei einer zwischenzeitlichen Sieben-Tore-Führung sogar vom Sieg träumen.

Hohes Tempo gefordert

Eine faustdicke Überraschung, die sich aus Staßfurter Sicht nicht wiederholen soll, wie HV Rot-Weiss-Trainer Sebastian Retting bekräftigt: „Ich habe meiner Mannschaft schon klar gemacht, dass da noch eine Revanche offen ist. Keiner im Team wird sie unterschätzen. Wir sind inzwischen aber auch besser eingespielt als noch im Hinspiel“, so der Coach mit Blick auf den Gegner. Allerdings schaut der Übungsleiter auf eine „suboptimale Trainingswoche“ zurück. „Einige sind angeschlagen vom letzten Spiel, auch beruflich gab es diverse Verpflichtungen“, blickt Retting zurück. Folgerichtig sind einige Akteure angeschlagen, sogar Ausfälle drohen. Dicke Fragezeichen stehen vor allem hinter Leistungsträger Tim Steffen, Youngster Lieven Rach und Routinier Christian Schöne. Dennoch geht Retting davon aus, das eine schlagkräftige Truppe mit 13 oder 14 Spielern zur Verfügung steht. Und die soll einen Erfolg einfahren. „Wir müssen den Anspruch haben, unsere Vorteile auszunutzen und das Spiel zu gewinnen. Dazu wollen wir über 60 Minuten ein sehr hohes Tempo gehen und den Gegner so permanent unter Druck setzen“, sagt Retting.

Glindes Trainerfuchs Peter Pysall wird sich ein adäquates Gegenmittel ausgedacht haben, doch dass so ein überraschendes Ergebnis auch im Rückspiel zustande kommt, erwartet auch Pysall nicht: „Wir haben Staßfurt im Hinspiel auf dem falschen Fuß erwischt“, erklärt der Übungsleiter. Doch der Matchplan der Staßfurter ist auch bis zum GHV-Coach durchgedrungen: „Ich habe schon gehört, wie ihr Plan aussieht. Da sie keine weiteren Punkte abgeben wollen, wird es ein ganz schweres Spiel.“

Erschwerend kommt hinzu, dass auch bei Glinde mehrere Spieler fehlen werden. Philipp Giesemann und Julian Bauer sind berufsbedingt nicht dabei. Nach Knieproblemen steht auch Philipp Weingarte noch nicht wieder zur Verfügung, sodass Pysall abermals experimentieren wird. Allerdings waren auch im Hinspiel nicht die besten Voraussetzungen gegeben, was die Glinder nicht davon abhielt, einen Punkt mitzunehmen.

Damit auch vor eigenem Publikum wieder eine Überraschung gelingt, müssen sich die Glinder beim Torabschluss deutlich steigern. „In der Vorwoche hatten wir immer wieder die Chance, den Ausgleich zu erzielen. Da haben wir die Möglichkeit vertan, ein Tor zu werfen“, erklärt der Übungsleiter. „Wir hatten dann überhastete Abschlüsse, die immer in Kontern geendet sind. Gegen Staßfurt müssen wir das verhindern.“ Dennoch gehen die Glinder das Spiel befreit an. „Wir wollen Staßfurt wieder so lange wie möglich ärgern“, schließt der Coach eine Überraschung nicht gänzlich aus.