Staßfurt l Die Staßfurter haben in der Hinrunde beim TuS eine 20:25-Pleite kassiert und auch vor gut zwei Wochen das Spitzenspiel beim SV Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz mit 26:27 verloren. Besonders bitter war dabei ein verworfener Siebenmeter in der Schlusssekunde. Danijel Arapovic vergab diesen und damit war das Unentschieden futsch.

„Das lag uns schon schwer im Magen“, gibt Rot-Weiss-Trainer Sebastian Retting im Rückblick zu Protokoll. Besonders ärgerlich fand der Trainer, dass die Partie durch eigene Schwächen verloren wurde: „Wir sind an unserer Chancenverwertung gescheitert. Insgesamt war es nämlich ein super Spiel, echte Werbung für diese Liga. Ein Unentschieden war möglich und dann wäre auch alles in Ordnung gewesen. Aber so ist der Sport manchmal“, meint der Coach.

TuS wie ein Boxer

Doch die Staßfurter sind trotz der Pleite immer noch Spitzenreiter, allerdings haben die Wittenberger-Piesteritzer, bei einem Spiel weniger, die bessere Ausgangsposition für den weiteren Saisonverlauf. Hängen lassen sich die Bodestädter deswegen aber natürlich nicht, denn die Saison ist noch lang. Acht Spiele haben die Staßfurter noch vor der Brust. „Es ist noch alles möglich. Wir werden alles versuchen, zuhause keine Punkte mehr abzugeben und generell verlustpunktfrei zu bleiben. Es warten noch schwere Aufgaben auf die Wittenberger, auf uns aber natürlich auch“, schätzt Retting ein. Und die erste dieser Hürden stellt das Team aus Radis dar. Das gilt aber nicht nur, weil Radis das Hinspiel gewonnen hat, sondern auch, weil der Kontrahent einem angeschlagenen Boxer gleichen könnte.

„Sie haben nach drei Niederlagen in Folge etwas gut zu machen“, weiß Retting und fügt an: „Das ist eine wirklich gute Mannschaft, die jeden in der Liga schlagen kann. Wir wollen aber zeigen, dass bei uns diesmal nichts zu holen ist“, unterstreicht der Staßfurter Trainer die eigenen Siegambitionen.

Starker Torhüter

Dazu wollen die Rot-Weissen vor allem mit Tempohandball den Kontrahenten zurückdrängen, haben aber auch den gegnerischen Torwart im Blick. „Mit Christian Brandt haben sie einen sehr guten Torhüter, den wir natürlich nicht berühmt werfen wollen“, so Retting. Zudem vertrauen die Bodestädter auch auf ihre eigenen Stärken, wie zum Beispiel den breiten Kader. Lediglich bei Alexander Ernst gibt es berufsbedingt noch ein kleines Fragezeichen, aber ansonsten steht mit großer Wahrscheinlichkeit der komplette Kader zur Verfügung.