Dessau/Staßfurt l Am Montag stand eine Einheit im Fitnessstudio an, am Dienstag wurde an der Taktik gefeilt und am Donnerstag wurden die letzten Stellschrauben gedreht. Sebastian Retting hat seine erste Woche als Cheftrainer hinter sich. Der jahrelange Kapitän des HV Rot-Weiss Staßfurt übernahm in der Vorwoche das Amt vom zurückgetretenen Sven Liesegang und zieht nach seiner ersten Woche als Übungsleiter ein positives Fazit: „Es lief sehr gut, wir haben ordentlich trainiert.“

Und somit ist der Tabellenvierte auch gut vorbereitet für das Auswärtsspiel beim Dessau-Rosslauer HV II. Auch wenn Retting dort ein „sehr schweres Spiel“ erwartet. „Das ist oft eine Wundertüte. Man weiß nie, wer spielt.“ Auch mit einem Blick auf Christian Schöne, der 39-Jährige verbrachte einige Jahre seiner langen Karriere in Dessau, werden seine alte Weggefährten aber motiviert sein. Der Coach vermutet einen vollen Kader. Und vor allem die Startsieben zählt er zu „einer der stärksten Truppen der Liga“.

Marco Hüls, Robert Lux oder Keeper Andreas Sprecher - die Reserve des Zweitligisten ist mit höherklassig erfahrenen Spielern gespickt und stellt diese Qualität in der aktuellen Saison auch unter Beweis. Mit vier Siegen aus fünf Spielen ist die DRHV-Zweite den Staßfurtern tabellarisch arg auf den Fersen, könnte mit einem Sieg sogar vorbeiziehen.

Doch das wollen die Rot-Weissen mit aller Kraft verhindern. Es sollen Punkte mitgenommen werden aus Dessau. Wie ist also der Plan, um bestehen zu können? „Wir müssen aggressiv in der Abwehr stehen und dann mit schnellen Gegenstößen zum Erfolg kommen“, so Retting. Dass die Staßfurter das können, haben sie vor allem über die Neuzugänge Robert Reiske, Martin Strnad oder Mario Meißner schon unter Beweis gestellt. Und das wäre nun auch „sehr wichtig“, um den Anschluss nach oben zu halten. „Dafür muss aber alles zusammenpassen. Jeder muss an seine Leistungsgrenze gehen. Das habe ich den Spielern auch nochmal gesagt.“

Schöne wird gegen den Ex-Klub definitiv motiviert genug sein und bis an sein Maximum gehen. Kann er dann auch seine Vereinskollegen mitreißen, ist für die Staßfurter durchaus etwas drin.