Mieste/Westeregeln l Bereits nach acht Minuten konnte man im Duell der Handball-Verbandsliga Nord von einer Vorentscheidung sprechen. Die Gäste aus der Egelner Mulde starteten zu ungefährlich in die Partie und lagen schon nach kurzer Zeit mit 0:5 in Rückstand. Davon sollte sich die Mannschaft im weiteren Spielverlauf nicht mehr erholen. „Wir haben in dieser Phase einfach nicht das Tor getroffen“, beschrieb Wacker-Trainer René Loewe das Problem der Westeregelner zum Auftakt des Duells.

Die Gäste taten sich schwer mit dem in Mieste verwendeten Sprühwachs. „Wir sind zwar gefährlich vor das gegnerische Tor gekommen, aber uns hat die Genauigkeit gefehlt.“ So flogen die Bälle des SV Wacker immer wieder über das HSG-Tor oder wurden vom Torhüter der Altmärker entschärft. Als Christopher Gorges schließlich den ersehnten ersten Treffer für Westeregeln erzielte, schien sich Besserung einzustellen, doch der Treffer war letztlich teuer erkauft, denn Gorges knickte beim Abschluss um und konnte die Partie nicht fortsetzen.

Loewe merkte an, wie schwer die Verletzung wog. „Mit Christian Jakobi war unser zweiter Mann für diese Position verletzungsbedingt nicht mit angereist, sodass es in der Folge noch schwieriger wurde, ein Comeback zu starten“, fasste der Trainer die sehr bescheidene Anfangsphase zusammen. Und auch HSG-Coach Dominec Soeder merkte an, dass ihnen der Ausfall des wichtigen Westeregelner Rückraum-Akteurs „in die Karten spielte“. Erschwerend hinzu kam, dass Wackers Torjäger Jimmy Klockmann unter besondere Bewachung gestellt wurde. So bauten die Gastgeber ihren Vorsprung bis zur Pause auf 15:9 aus.

Nach dem Seitenwechsel wollten die Gäste noch einmal etwas Neues versuchen und agierten nun mit einer deutlich offensiveren Abwehr, was jedoch ohne den gewünschten Erfolg blieb. Zwar konnte der SV Wacker noch einmal auf 16:20 verkürzen, doch nach einer Auszeit der Gäste zogen diese wieder mit drei Treffern in Serie davon. „Wir haben nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten und sind kaum in die Tiefe gekommen“, beschrieb Loewe das Problem seines Teams.

Mit Moral, aber ohne Happy End

Dennoch gaben sich die Westeregelner Handballer nicht auf und bewiesen Moral. So kamen sie sechs Minuten vor dem Ende noch einmal auf vier Tore heran. Loewe schöpfte Hoffnung, doch noch zum Happy End zu kommen, doch die Gäste aus Westeregeln gaben die Möglichkeit leichtfertig aus der Hand. „Beim Stand von 21:25 hatten wir nach zwei Balleroberungen jeweils die Chance, das Spiel noch einmal spannend zu machen, werfen den Ball aber viel zu überhastet wieder weg“, kritisierte der Wacker-Coach die entscheidenden Fehler seines Teams, die dem SVW am Ende die mögliche Punkteteilung kosteten. „Insgesamt muss man aber auch einfach anerkennen, dass die HSG Altmark West an diesem Tag das bessere Team war und verdient gewonnen hat.“