Friedrichsroda/Staßfurt l Die vier Landesmeister Mia Schwenke, Marvin Halasz, Tim Siebert und Marius Recke, ergänzt um die Nachwuchstalente Maximilian Könnecke und Jakob Goldschmidt, nahmen voller Stolz am Bundesfinale der 2017er Grundschulmannschaftsmeisterschaft in Friedrichroda teil. Birgit Knauf, die Trainerin der Uhland-Grundschule aus Staßfurt, wünschte ihren sechs Schülern viel Erfolg für diese Veranstaltung.

Im Hotel fanden sich über 400 Kinder aus 76 Schulen aus der ganzen Bundesrepublik ein. Damit war das Finale in Thüringen das größte aller Wertungsklassen deutschlandweit. Von der Größe des Turniersaals und der Masse an Kindern beeindruckt, starteten die jungen Staßfurter sehr verhalten. Nach einem 2:2 gegen die Johanna-Mestorf-Schule Kiel in Runde eins folgte kurz darauf die einzige und unnötige Niederlage gegen die GGS Hockstein Mönchengladbach. Ab Runde drei fanden die Kinder langsam ihren Rhythmus mit drei Siegen gegen die Athen Grundschule Berlin, Leibniz-Privatschule Elmshorn und der Haldenschule Rommelshausen. Wichtig war die mannschaftliche Geschlossenheit und der Wille, in jeder Partie bis zum Schluss zu kämpfen. Tim gelang es beispielsweise, eine eigentlich verlorene Partie noch in einem Patt enden zu lassen.

Zweiter Tag

In den zweiten Tag starten die Uhlandschüler voller Enthusiasmus. Gegen die Martin-Luther-Schule Plettenberg gelang zum Auftakt ein 3:1. Danach warteten die ersten richtig schweren Gegner auf die Staßfurter. In Runde sieben bekamen sie eine Schule aus Hamburg zugelost, die Grundschule Knauerstraße. Nach einem hart umkämpften 2:2 behielten beide Teams den Anschluss an die Tabellenspitze. Mit einem starken 3:1 Sieg gegen die Ulrichschule Sindorf wurde der neunte Platz erreicht. Die Leistungsdichte war so eng, dass zwischen dem ersten und elften Platz lediglich drei Brettpunkte lagen.

Das verhieß viel Spannung für den letzten Spieltag. In der neunten und letzten Runde traf die Uhlandschule auf die Grundschule Lankow. An den Spitzenbrettern wurden alle Partien auf höchstem Niveau gespielt. Alle Kinder nutzten auch ihre mögliche Bedenkzeit voll aus. Ein verdientes 2:2 stand dann nach einer Stunde auf dem Meldezettel. Als Sieger durften sich alle fühlen, da es nicht selbstverständlich ist, sich für die Deutschen Meisterschaften zu qualifizieren. Mit acht Siegen aus neun Partien setzte Marius noch dazu ein großes Ausrufezeichen. Das war seine bisher beste Turnierleistung.

Erst bei der Siegerehrung erfuhren die Spieler, dass es tatsächlich für Platz zehn gereicht hat. Nun darf sich die Uhlandschule für ein Jahr lang Top Ten Schachschule Deutschlands nennen. Vor lauter Freude bei den Großen darf man aber die beiden Ersatzspieler nicht vergessen. Maximilian und Jakob spielten beide im Duo-Turnier der Meisterschaft mit. Als Erst- und Zweitklässler vertraten sie ihre Schule grandios. Gegen meist deutlich ältere Spieler setzten sie sich regelmäßig durch und belegten mit 9:9 Brettpunkten den 18. Rang von 33 Mannschaften.

Dieses tolle Ergebnis wäre aber ohne die Unterstützung der Eltern als Betreuer nicht möglich gewesen. Alle Anwesenden haben eine starke Teamleistung abgeliefert.