Staßfurt l Zunächst fluchte er noch. Dann stand er nur noch fassungslos da. Sebastian Busche traf im Landesliga-Duell seines TTC „Glück Auf“ Staßfurt gegen Turbo Dessau II am Sonnabend die einfachsten Bälle nicht, gab Führungen aus der Hand und wirkte unsicher. „Ich hab schlecht gespielt“, ärgerte er sich selbst im Nachgang am meisten. Doch am Ende mussten er und sein Team nicht komplett traurig sein. Immerhin gab es zum Punktspielauftakt beim 8:8 noch einen Zähler.

Und danach sah es phasenweise nicht aus. „Das Spiel lief normal an, ist dann aber negativ gekippt“, beschrieb es Busche. In den Doppeln passierte zunächst das, was ein Stück weit zu erwarten war. Das einzig eingespielte und sicher beste Duo Glenn Büchtemann und Yannik Henke sicherte mit einem klaren 3:0 den Punkt. Die anderen beiden Doppel sind aufgrund der Änderungen bei den ersten Herren neu formiert. Für Busche und Steffen-Tobias Beyer sowie Philipp Seltitz und Jonas Lyko gibt es dabei noch Luft nach oben.

Den 1:2-Rückstand konnte Büchtemann zwar zunächst egalisieren. Danach mussten die Gastgeber aber vier Punkte in Folge abgeben. Darunter auch das angesprochene Einzel von Busche, dem kaum etwas gelang. Ähnlich war es bei Henke, der laut Busche „zum Teil zu kopflos“ agierte, und auch bei Seltitz. „Er spielte ein bisschen glücklos. Das ist sicherlich der mangelnden Erfahrung und dem fehlendem Mut geschuldet“, begründete Busche.

Weil dann auch Lyko in fünf Sätzen unterlag, lagen die Staßfurter 2:6 hinten. „Zu diesem Zeitpunkt habe ich nicht mehr damit gerechnet, dass für uns noch etwas geht“, gibt Busche zu. Doch es ging ein kleiner Ruck durch das Staßfurter Team, was an den zahlreichen knappen Siegen am Stück lag. Denn die nächsten vier Einzel gingen allesamt erst im fünften Satz an die Gastgeber, die damit zum 6:6 ausglichen. Dabei siegte auch Neuling Beyer, der später noch sein zweites Einzel gewann. „Das hat uns sehr gefreut. Spielerisch haben wir ihm das zugetraut, aber im ersten Spiel für die erste Mannschaft hat er das auch nervlich super gelöst“, so Busche, der unterdessen auch punktete. „Warum ich da einen Punkt geholt habe, weiß nur der Gegner“, scherzte er. Seinen „sehr souveränen“ Auftritt unterstrich hingegen Büchtemann, der einen 0:2-Rückstand noch gedreht hat und dabei „sicher auch ein bisschen Glück hatte“, so Busche. „Doch das brauchst du in solchen Situationen.“

Nach dem 6:6 von Henke musste sich Seltitz erneut klar geschlagen geben (0:3), doch Lyko und Beyer drehten das Spiel zum 8:7. Damit ging es in das Entscheidungsdoppel. In diesem mussten sich Henke und Büchtemann allerdings dem ersten Doppel der Gäste mit 1:3 geschlagen geben. „Wir waren sehr froh, das Doppel erreicht zu haben und waren auch guter Hoffnung“, berichtete Busche. Der Sieg zum Auftakt und die zwei Punkte waren immerhin schon in greifbarer Nähe, doch es klappte nicht. „Die beiden hatten natürlich auch viel Druck“, machte er ihnen aber keinen Vorwurf. Am Ende waren die Staßfurter nach einem Spiel mit vielen Höhen und Tiefen „nicht ganz unzufrieden“.