Salzlandkreis l Sie kämpfen um höhere Weiten, mehr Punkte oder den nächsten Satzgewinn: Die Sportler aus dem Salzlandkreis wollen das gesamte Jahr über Bestleistungen erbringen. Die Weihnachtszeit ist auch für sie Gelegenheit, zur Ruhe zu kommen und sich im Kreise der Familie auf andere Gedanken bringen zu lassen. Die besinnliche Zeit ist für die Athleten außerdem eine Gelegenheit, das vergangene Jahr revuepassieren zu lassen und Kraft zu sammeln, um die bevorstehenden Aufgaben im neuen Jahr zu ihrer Zufriedenheit absolvieren zu können.

Stephan Groth, VC 97 Staßfurt

Stephan Groth, Volleyballer in der ersten Mannschaft des VC 97 Staßfurt, erlebte sportlich gesehen ein sehr erfolgreiches Jahr. Mit seinem Team und mit der ersten Frauenmannschaft ist der Verein jeweils in die Oberliga, der höchsten Spielklasse des Landes, aufgestiegen. „Und in dieser Saison stehen wir nach der Hälfte der Spielzeit mit beiden Teams sehr gut da“, resümiert der Mittelblocker. Allerdings bremste ihn im letzten Viertel des Jahres eine Verletzung in der Lenden-Wirbelsäule aus. „Dadurch stand ich dem Team im kompletten Dezember nicht zur Verfügung“, bedauert er. Das soll sich 2016 möglichst ändern. „Ich hoffe, dass ich schnell wieder fit werden und meiner Mannschaft helfen kann und wir uns einen noch besseren Platz in der Tabelle erarbeiten.“

Persönlich lief 2015 fantastisch. Highlight war die Geburts seines ersten Neffen. „Ich komme mit meinem Studium, Bachelor Soziale Arbeit, sehr gut voran und meiner Familie geht es auch blendend.“ Das soll natürlich möglichst so bleiben. etzt werden aber erstmal die ruhigen Tage genossen. Schließlich hat er seit Anfang der Woche bereits alle Weihnachtsgeschenke zusammen und musste sich nicht in das Getümmel kurz vor Heilig Abend stürzen. Vor der Bescherung steht allerdings die Vesper in der Kirche auf dem Programm, dann feiert die ganze Familie zusammen.

Lucas Tomischka, Karateka Staßfurt

Das gilt auch für Lucas Tomischka. Der Karateka hat allerdings ein ordentliches Programm an Weihnachten. „Heilig Abend wird das Krippenspiel in der Kirche angeschaut, danach gibt es in der Familie ein kleines Programm mit Gedichten, Gitarrenmusik und meinem Beitrag – Lieblingsstücke auf dem Klavier. Danach ist Bescherung.“ Am ersten Feiertag geht es zur Familie seiner Freundin, am zweiten wird dann sein 17. Geburtstag gefeiert.

Sportlich gesehen erlebte Lucas sein bislang erfolgreichstes Jahr. In jedem der national wichtigsten Wettkämpfe erreichte er einen Platz unter den ersten Drei, zum Beispiel beim German Kata Cup (3. Platz) oder Krokoyama Cup (2. Platz). „Dort war auch das Deutsche Nationalteam vertreten. Deshalb bin ich besonders glücklich, mich trotzdem durchgesetzt zu haben.“ Hinzu kamen guten Noten in der Schule. Daran möchte der 16-Jährige im kommenden Jahr natürlich anknüpfen. In der dann neuen Altersklasse U 21 „möchte ich gute Leistungen bringen. Da ich einer der Jüngsten sein werde, wird das mit Sicherheit nicht einfach werden. Aber ich bin für Herausforderungen offen und freue mich darauf.“ Zudem strebt der Staßfurter eine Platzierung bei der Deutschen Meisterschaft an.

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Sebastian Retting, HV Rot-Weiss Staßfurt

So hoch hinaus soll es für Sebastian Retting und die Handballer des HV Rot-Weiss Staßfurt nun nicht gleich gehen. Der Verbleib in der Mitteldeutschen Oberliga reicht da schon. „Das wird bis zum Schluss hart und schwer. Mit meiner Leistung möchte ich mich in der Rückrunde positiv einbringen und der Truppe helfen.“ Bislang ist ihm das mit 70 Treffern in zwölf Spielen ganz gut gelungen. Ein Tor davon war sein sportliches Highlight 2015: Der Siegtreffer gegen Apolda durch direkten Freiwurf nach der Schluss-Sirene. „Das passiert wahrscheinlich nur einmal in der gesamten Karriere.“ Da es beruflich und privat in diesem Jahr „sehr gut lief“, möchte der 31-Jährige dies gern fortsetzen. „Ich hoffe, dass es meiner Familie weiterhin gut geht. Im Sommer steht der erste richtige Urlaub mit meinem Sohn an. Zudem wollen wir eins, zwei Verschönerungen am Haus durchführen.“ Und sportlich? Nach dem Umbruch mit dem neuen Trainer Uwe Werkmeister kamen neue Ideen ins Spiel.

„Wir hatten eine gute Vorbereitung, sind derzeit die zweitbeste Mannschaft aus Sachsen-Anhalt. Wir wollen unbedingt die Klasse halten.“ Einmalig war im vergangenen Jahr der erste Geburtstag seines Sohnes Luis, zudem heiratete seine Schwester Christiane und „meine Eltern sind gesund und munter“. Gemeinsam werden sie heute Heilig Abend feiern, morgen geht es zu den Schwiegereltern, am zweiten Weihnachtstag „sind wir ganz in Ruhe zuhause, mit Hund und Weihnachtsbaum“. Dabei setzt Familie Retting ganz auf Traditionen: „Weihnachtsmann, Weihnachtsbaum, Weihnachtssalat von einer Oma, den jetzt immer Opa zubereitet.“ Und der Bärtige? „Natürlich glaube ich noch an den Weihnachtsmann. So lange es noch etwas Gutes gibt, woran man glauben kann und es noch Millionen von Kindern gibt, die das auch tun.“