Stendal l Das war für die Ostaltmärker vor 407 zahlenden Zuschauern im Hölzchen wieder ein Zeichen dafür, dass sich die Mannschaft in Sachen Abstiegskampf noch nicht aufgegeben hat. Die Stendaler sind vorerst auf Tabellenplatz 14 geklettert.

Gegenüber der 0:3-Niederlage in Neustrelitz präsentierten sich die Ostaltmärker wie ausgewechselt. Sie gingen sofort drauf und ließen den Hansa-Jungs keine Ruhe.

Hey als Stürmer aufgeboten

Lok begann mit Sebastian Hey als Sturmspitze. Er hatte auch gleich eine sehr gute Szene. Nach einem langen Einwurf behauptete der kräftig gebaute Stendaler den Ball und legte für Martin Gödecke vor. Der ließ sich diese Chance nicht entgehen und markierte das 1:0 für die Platzherren.

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Dieser frühe Treffer in der 16. Minute war für die Ostaltmärker der Dosenöffner.

Lok spielt weiter mutig und drangvoll nach vorne, während den Gästen aus Rostock vorerst wenig einfiel.

Lok mit weiteren Chancen

Bis zur Pause hatte Lok noch weitere dicke Gelegenheiten. Aber Max Salge, Gödecke und Hey kurz vor dem Halbzeitpfiff vergaben die Chancen.

Die Stendaler machten nach dem Wechsel da weiter, wo sie in der ersten Halbzeit aufgehört haben. Sie initiierten Chancen, bei einer bediente Martin Krüger Hey, der aber am Rostocker Keeper Sebald scheiterte.

Hansa drängt auf den Ausgleich

Der Schiedsrichter musste wenig später in dieser emotionalen Partie eine Rudelbildung auflösen. Rostock kam danach zu einer sehr guten Gelegenheit. Der Ball ging jedoch knapp am Tor vorbei (60.).

Wenig später hatten die Rostocker eine sehr gute Kontermöglichkeit, die aber auch nichts einbrachte.

Gegen Endes des Spiels wurde es ruppiger. Die Stendaler überstanden jedoch die reguläre Spielzeit, mussten aber noch fünf Minuten Nachspielzeit ausharren.

Spannung bis zur Schlussphase

Rostocks Torwart kam nach einer Freistoß-Entscheidung mit nach vorn. Er schoss sogar aufs Lok-Tor, der Ball flog allerdings vorbei.

Danach war Schluss, die Stendaler jubelten über einen verdienten 1:0-Heimerfolg.

„Ich bin extrem erleichtert. Es war ein ganz schweres Spiel gegen einen extrem starken Gegner. Wir wussten, was Hansa für eine Qualität hat, man hat besonders in der ersten Viertelstunde gesehen, wie flexibel und variabel die spielen können. Meine Jungs haben genau das umgesetzt, was für uns vorgenommen haben“, sagte Lok-Trainer Jörn Schulz.

„Wir haben zumindest in der zweiten Halbzeit das Spiel gleichwertig gestalten können und haben zwei gute Möglichkeiten gehabt. Wenn natürlich Stendal das 2:0 macht, ist das Ding durch. Es war insgesamt ein hitziges Spiel mit vielen Fouls und vielen Zweikämpfen“, meinte Rostocks Trainer Axel Rietentiet.

Germania beobachtet Lok

Die Partie haben gestern übrigens Maximilian Dentz (Trainer) und Enrico Gerlach (Co.-Trainer) von Germania Halberstadt (Lok Stendals Gegner im Landespokal-Halbfinale am 1. Mai) beobachtet.