Brandenburg l Diese Partie am Ostersonnabend vor 350 Zuschauern auf dem Werner-Seelenbinder-Platz (Brandenburgs Stadionsprecher sprach von einer Musterwiese) war für beide Mannschaften am Tabellenende eminent wichtig. So nervös traten die 22 Akteure vor dem sehr guten Schiedsrichter Daniel Kresin (Leipzig) auch auf.

Schubert bringt Lok in Führung

Die ersten Chancen hatten die Gastgeber. Aber Lukas Kycek im Lok-Tor war auf der Hut. Plötzlich ertönte jedoch nach Foul an Niclas Buschke im BSC-Strafraum ein Elfmeterpfiff. Die Platzherren reklamierten vehement, aber die Entscheidung zählte. Steven Schubert verwandelte zum 0:1 (14.). Dieses Tor hätte den Stendalern eigentlich Sicherheit geben müssen. Aber genau das Gegenteil war der Fall. „Es ist nur eine Frage, wann der Gegentreffer fällt“, schimpfte Lok-Trainer Jörn Schulz, der seine Schützlinge immer wieder aufforderte: „Mutig spielen.“

Seine Ahnungen bestätigten sich jedoch. Nach einer Ecke nahm Goerisch das Leder im Strafraum an, legte sich den Ball noch auf den rechten Fuß und verwandelte unhaltbar zum 1:1 (27.).

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Goerisch dreht die Partie

Der nächste Nackenschlag für Lok folgte: Martin Gödecke musste mit muskulären Problemen ausgewechselt werden. Doch in der ersten Halbzeit bekamen die Stendaler noch einen auf die Mütze. Goerisch, den die Stendaler nie zu halten bekamen, traf per Freistoß. „Gut geschossen, das muss man anerkennen. Ich denke, kein Torwartfehler“, sagte Loks Torwarttrainer Manuel Mauritz.

Auch nach dem Wechsel schaffte es Lok nicht, das Spiel in den Griff zu bekommen, zumal mit Steven Schubert noch ein zweiter Stammspieler ausfiel. Goerisch, wer sonst, setzte sich schließlich im Strafraum durch und wurde von den Beinen geholt. Hänsch verwandelte den Elfer sicher zum 3:1 (68.). Einige Stendaler ließen danach bereits die Köpfe hängen.

Schulz sauer über Leistung

Lok raffte sich in den Schlussminuten noch einmal auf. Der Anschlusstreffer von Buschke (gute Vorarbeit Maurice-Pascale Schmidt) fiel jedoch zu spät. Brandenburg siegte 3:2 und schob Lok damit wieder auf den vorletzten Tabellenplatz. Der Klassenerhalt ist erneut in weite Ferne gerückt.

Jörn Schulz war stocksauer: „Das war hier Not gegen Elend mit zwei total verunsicherten Mannschaften. Hätten wir Normalform gehabt, hätten wir hier gepunktet.“