Stendal l Doch ausgerechnet das Flaggschiff 1. FC Lok Stendal hat Schiffbruch beim 1:3 nach Verlängerung in Wernigerode erlitten. Dagegen sind Rot-Weiß Arneburg, SSV Havelwinkel Warnau und der TuS Bismark in die 2. Runde eingezogen.

Hiobsbotschaften beim 1. FC Lok

Dass es in Wernigerode kein einfaches Spiel wird, war den Kickern von Lok Stendal sicher vorher bewusst. Doch es gab einige Gelegenheiten, um das Match für sich zu entscheiden. Daher wollte Trainer Jörn Schulz auch keine Ausreden gelten lassen, dass unteranderem durch Urlaub ihm zahlreiche Akteure nicht zur Verfügung standen. „Das Spiel müssen wir trotzdem gewinnen, auch wenn wir eine Mannschaft auf dem Platz hatten, die noch nie so zusammen gespielt hat. Wir haben das Spiel komplett kontrolliert, wenn auch wenige Torchancen gehabt. Nur der Elfmeter muss rein oder nach dem 1:0 müssen wir das Spiel nach Hause bringen“, äußerte sich Schulz.

Damit verpassten es die Eisenbahner, mit einem guten Gefühl nach dem Punkt in Berlin in die erste Heimpartie gegen Torgelow zu gehen. Zudem gibt es auch Hiobsbotschaften. Bei Neuzugang Denis Neumann besteht der Verdacht auf einen Außenbandriss. Kapitän Philipp Groß musste nach dem Aufwärmen auf Grund von Leistenproblemen passen.

Ein echtes Offensivfeuerwerk hat dagegen Landesklassevertreter Rot-Weiß Arneburg abgebrannt. Der Altmark-Strom-Pokal-Sieger fegte den höherklassigen Kontrahenten aus Ilsenburg mit 8:0 von der heimischen Anlage.

Arneburg-Trainer sehr zufrieden

Damit hatte im Vorfeld selbst Coach Oliver Nagel nicht gerechnet: „Mit so einem deutlichen Ergebnis, war definitiv nicht zu rechnen. Klar war Ilsenburg offensichtlich nicht in Bestbesetzung angereist, aber so deutlich muss man das Ergebnis erstmal gestalten. Unsere Mannschaft hat das einfach wahnsinnig gut gemacht und es gibt wenig bis garnichts zu beanstanden. Ein Ziel, in die 2. Runde des Landespokals einzuziehen, haben wir jetzt erreicht. Nächste Woche beginnt der Liga-Alltag und da haben wir auch Ziele. Also weiter arbeiten.“ Nagel sah übrigens als Trainer die gelbe Karte, als er sich bei Schiedsrichter Torsten Felkel beschwerte. „Die gelbe Karte für mich war natürlich unnötig“, so Nagel.

Für eine Pokalüberraschung sorgte auch Landesligist TuS Bismark. Trainer Christoph Grabau durfte sich über ein gelungenes Pflichtspieldebüt freuen. Was bei den Schwarz-Weißen neben einer guten spielerischen Leistung stimmte, war die super Verwertung im Abschluss und die sehr starke Abwehrleistung. Sicher hatte der TuS bei den beiden Pfostentreffern auch Glück. Dies hat aber nur der Tüchtige. „In der zweiten Halbzeit fiel dem Gegner nicht viel ein. Wir haben die Räume gut zugestellt. Zudem haben wir unsere Konterchancen nicht zu hastig ausgespielt und die Ruhe behalten. Das ist was mir gefallen hat“, meinte Coach Grabau.

Fix und Fertig aber auch ziemlich betroffen nach dem Spiel war Warnaus Stefan Schulz, der an der Seitenlinie das Trainerduo Franke/Schmidt vertrat. Einerseits wurde den Zuschauern, wie schon häufig, ein riesen Spektakel geboten. „Wir müssen wohl demnächst nach dem Spiel erst den Eintritt kassieren“, sagte Schulz mit einem Augenzwinkern. Doch die Betroffenheit überwog wegen der beiden verletzten Spieler. „Die Stimmung ist ziemlich getrübt“, so Schulz. Genauere Diagnose über die Art der Verletzungen von Daniel Pfefferkorn und Mohammad Doughouz stehen noch aus.