Tangermünde l 1983 ist die Fußballmannschaft der damaligen BSG Empor (jetzt Saxonia) Tangermünde Staffelsieger der Bezirksliga und gleichzeitig Bezirksmeister geworden. Verbunden war damit der Aufstieg in die DDR-Liga.

Tangermünde gewinnt gegen Burg

Im entscheidenden Aufstiegsspiel gewann Tangermünde vor 1600 Zuschauern 2:0 gegen Burg. Am Ende hatten die Altmärker auf Platz eins gegenüber Lok Halberstadt (beide 44:16 Punkte) die bessere Tordifferenz. In der Spielserie wurden unter anderem Bismark (7:2) oder Bertkow (8:1) geschlagen.

Damit spielten die Elbestädter in der Serie 83/84 höherklassiger als Lok Stendal, die eine Klasse tiefer kickten. Trainer der Mannschaft war Rainer Wiedemann.

3000 Zuschauer gegen Böhlen

Im ersten DDR-Ligaspiel gegen den Oberliga-Absteiger Chemie Böhlen siegten die Elbestädter vor 3000 Zuschauern 3:2 im eigenen Stadion.

Davon wird heute immer wieder gern erzählt. Das Märchen ging sogar noch weiter, denn auch im zweiten Spiel in Wernigerode gab es ein überraschendes 1:1. Damit war nicht zu rechnen.

Abstieg in die Bezirksliga

Doch danach mussten die Elbestädter aber die Überlegenheit anderer Mannschaften (unter anderem aus Dessau, Leipzig, Weißenfels, Schkopau), die schon damals teilweise unter Profibedingungen trainierten, feststellen und anerkennen. Sie stiegen wieder in die Bezirksliga ab.

Ein Klassenerhalt wäre Utopie gewesen, denn die DDR-Liga wurde von fünf auf zwei Staffeln eingeengt, es gab gleich sechs Absteiger.

Die Spieler und Funktionäre aus der damaligen Zeit haben sich mit Frauen bei Jürgen Dobberkau zu einer Feier wieder getroffen.

Dobberkau hat Jubiläumsfest organisiert

Der jetzige Trainer von Germania Tangerhütte hat das Jubiläumsfest – wie schon vor fünf Jahren – organisiert. Dabei wurde bei einem Bier und Gegrilltem die eine oder andere Anekdote aus vergangener Zeit erzählt.

Unter den Namen FSV Saxonia Tangermünde wurden die Elbestädter in den 90er-Jahren mit Torschützenkönig Sven Suckow noch einmal Zweiter der Verbandsliga und damit Vize-Landesmeister. Trainer war da Jürgen Dobberkau.