Stendal l Gegen den Ludwigsfelder FC gab es ein 1:6-Debakel. Dabei lief die komplette Mannschaft aus der Spur, nur Torwart Bryan Giebichenstein kann davon ausgenommen werden. Er verhinderte mit etlichen Paraden ein noch größeres Desaster.

Dabei war durchaus alles auf positive Signale gestellt. Mit vier Punkten im Rücken, ein weiteres Heimspiel vor der Brust, gegen einen Gegner, der scheinbar auch noch Anpassungsprobleme hatte nach dem Wechsel von der Oberliga Süd in die Nordstaffel.

Lok mit Spielbeginn nervös

Doch diese Eindrücke waren schon nach wenigen Minuten über den Haufen geworfen. Stendal agierte nervös, Bälle sprangen weg oder dem Gegner vor die Füße, Zweikämpfe wurden nicht geführt. Die Altmärker liefen nur hinterher.

Besonders die wieselflinken Angreifer Johan Martynets und Christopher Lemke waren kaum zu stellen. Das Sturmduo sorgte auch für den Führungstreffer.

Gödecke verpasst Chance auf den Ausgleich

In dieser Phase hätte Stendal die Partie trotz etlicher Unsicherheiten noch kippen können. Besonders als Martin Gödecke einen Hundertprozenter liegen ließ. Zudem hatten die Gäste auch Glück, nicht schon vor der Pause in Unterzahl zu sein. Maximilian Lindner musste daher schon vor der Pause ausgewechselt werden.

Dies waren aber nur zwei kleine Strohhalme. Der LFC bot ansonsten fußballerische Extraklasse und spielte alle Treffer hervorragend raus. Nicht umsonst meinte Gästetrainer Volker Löbenberg beim Pressegespräch: „Was mein Team gespielt hat war Fußballrausch.“

Lok-Trainer vom Spiel geschockt

Dagegen sah sein Gegenüber Jörn Schulz nicht nur wegen der hohen Temperaturen ziemlich gezeichnet aus und fand schwer Worte für den indiskutablen Auftritt. Dabei war der Trainer der Lok-Kicker sehr posiv eingestellt. „Wir haben uns sehr viel vorgenommen, hatten eine überragende Trainigswoche und alle Tage 24 Spieler beim Training. Die Stimmung war gut. Es war Tempo und Zug drin. Und wie es raus ging, lief absolut nichts.“

Diesen deftigen Rückschlag müssen die Stendal nun schnellsten aus den Kleidern schütteln, denn diese Klatsche tat allen Beteiligten, ob Spieler, Trainer und Zuschauer richtig weh.

Zu erwähnen ist noch, dass es vor dem Spiel einen würdigen Abschied für einen kürzlich verstorbenen Lok-Fan gab.

Die nächste Aufgabe für den 1. FC Lok Stendal heißt am Sonntag um 13.30 Uhr TSG Neustrelitz.