Möringen l Für diesen Aufstieg war auch das Parallelspiel Saxonia Tangermünde gegen Eintracht Salzwedel entscheidend. Die Westaltmärker hatten vor dem letzten Spieltag der Fußball-Landesklasse, Staffel I, einen Punkt Vorsprung, mussten aber in Tangermünde gewinnen. Am Ende hieß es 1:1. Das reichte dem MSV, der am Ende der Saison Platz zwei belegte. Staffelsieger Letzlingen hatte bereits im Vorfeld auf einen Landesliga-Aufstieg verzichtet.

Die Volksstimme unterhielt sich nach dem 5:0-Sieg und dem feststehenden Aufstieg mit Möringens Trainer Philipp Dieckmann.

Volksstimme: Herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg. Wie lautet Ihre erste Einschätzung?

Philipp Dieckmann: Vielen Dank. Ich möchte aber erst einmal Heide Letzlingen für so eine grandiose Saison gratulieren. Das war eine sehr konstante Leistung, die Letzlingen gezeigt hat. Diese Mannschaft ist völlig verdient Meister geworden.

Können Sie den Ärger von Eintracht Salzwedel verstehen?

Ich habe Mitgefühl für Salzwedel, für diese ganze Konstellation. Was am vorletzten Spieltag passiert ist (Salzwedel feierte durch eine Fehlinformation bereits den Aufstieg, Anm. d. Red.) und was jetzt passiert ist, das ist für die Eintracht ganz hart.

Für den Möringer SV ist diese am Ende spannende Geschichte natürlich umso erfreulicher, oder?

Vor vier Wochen war der Aufstieg bei uns überhaupt kein Thema mehr, aber nach diesem Spiel können wir feiern.

Wie bewerten Sie das 5:0 gegen Arneburg?

Wir haben beim 5:0 unsere Hausaufgaben erledigt und auch sehr beeindruckend Fußball gespielt. Ich wünsche Arneburg jetzt viel Erfolg im Pokalfinale (Endspiel am 22. Juni gegen Uchtspringe).

Es gab ja vor dem letzten Spieltag viele Diskussionen in Möringen, ob der Landesliga-Aufstieg überhaupt wahrgenommen werden soll. Was war Ihre Meinung dazu?

Ich war dafür. Wir sind Fußballer, ich bin jung, die Mannschaft ist noch relativ jung. Man muss das Maximum aus sich herausholen.

Was erhoffen Sie sich von der Landesliga? Welche Rolle wird Möringen dort spielen?

Es wird eine schwierige Zeit, aber wir werden das mit Fleiß und Disziplin angehen. Nur das kann die Devise sein. Wir sind ein kleiner bodenständiger Verein, wir müssen den Fußball arbeiten.

Ab wann haben Sie über den Aufstieg überhaupt nachgedacht?

Wir hatten ja vor den ganzen Spitzenduellen, die wir leider negativ gestaltet haben, schon die Chance. Nach der 1:4-Niederlage gegen Liesten war in Möringen die Luft raus. Wir haben probiert, die Saison sauber zu Ende zu spielen. Jetzt stehen wir hier und feiern den Landesliga-Aufstieg. Das ist Fußball. Das ist aber auch bitter für eine andere Mannschaft. Um das abzuschließen: Ich würde sagen, wir sind reingerutscht. Etwas möchte ich aber noch loswerden.

Was?

Vielen Dank auch an Steffen Säger, der die Mannschaft aufgebaut und in der ersten Halbserie betreut hat.