Stendal l Im letzten Testmatch vor dem Punktspielstart in der NOFV Oberliga Nord hat sich der 1. FC Lok Stendal eine 0:7-Niederlage gegen den Regionalligisten Borussia Hildesheim eingefangen.

So klar hätte die Partie nicht ausgehen müssen, weil besonders zu Beginn dicke Gelegenheiten für die Altmärker gab.

Bei brütender Hitze sahen 112 zahlende Zuschauer, darunter gut ein gutes Dutzend Anhänger der Gäste, gleich die Möglichkeit zur schnellen Führung für Lok. Der flinke Niclas Buschke wirbelte die Gästeabwehr durcheinander, passte zum mitgelaufenen Max Salge, doch dessen Schuss zischte am Torwinkel vorbei. Hildesheim versuchte präsent zu sein, wurde aber nach fünf Minuten ein zweites Mal überrascht. Martin Gödecke reagierte schnell, schickte Maurice Pascal Schmidt auf die Reise. Der legte zu Niclas Buschke, doch dessen Schlenzer fand erneut nicht den Weg ins gegnerische Tor.

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Chancen auf beiden Seiten

Fast im Gegenzug wären die Niedersachsen in Führung gegangen, nach einer dreifachen Möglichkeit. Zunächst segelte ein Eckball von Mohammad Baghdadi über Schlussmann Brian Giebichenstein und klatschte an den Pfosten. Die Kugel fiel Meik Erdmann vor den Fuß, dessen ersten Abschluss Niklas Bittner noch von der Linie köpfte. Der zweite Versuch von Erdmann parierte Giebichenstein glänzend und Lok haute die Kugel aus dem Gefahrenbereich. Was ebenfalls ordentlich klappte, war zunächst die Abseitsfalle, in die Hildesheim im ersten Abschnitt sehr häufig lief.

Doch in Minute 14 hieß es 1:0 für die Gäste. Ein Pass zwischen beide Innenverteidiger verwertete Thomas Sonntag zum 1:0. Kurz vor der Trinkpause gab es dann die nächste klare Chance für Stendal. Maurice Pascal Schmidt wurde super von Niclas Buschke frei gespielt, der zwar den Ball über den Torwart schnippelte aber auch am Kasten vorbei.

In den Kaltgetränken schien ein Schuss Adrenalin gewesen zu sein, denn in der Folge gab es einige rubustere Aktionen und Fouls, sodass Schiedsrichter Maximilian Scheibel dreimal den gelben Karton zücken musste. Danach beruhigte sich, die nie unfair geführte Partie, wieder.

Ein Schuss von Yannik Schulze ging einen halben Meter drüber. Doch wenig später schlug die Abseitsfalle der Hausherren nicht zu. Schulze legte quer zu Tim Heike, der ohne Mühe das 2:0 markierte. Die Gastgeber kamen nicht mehr so gefährlich vor das gegnerische Gehäuse, wollten nun das Ergebnis in die Pause bringen, was aber misslang. Bei einer Ecke stieg Niklas Rauch am Fünfmeterraum am höchsten, köpfte das 3:0 in die Maschen. Danach war Pause. Stendal hatte versäumt sich in der Frühphase des Spiels zu belohnen.

Lok fehlen viele Stammspieler

Viele Alternativen hatte Lok nicht auf der Bank, da mit Sebastian Hey, Tim Kolzenburg, Steven Schubert und Denis Neumann reichlich Stammpersonal fehlte. Die Gäste brachten fünf frische Kräfte, legten wenig später noch einige Akteure nach. Der nun im Tor stehende John Ziesmann bekam reichlich Arbeit, meisterte diese aber hervorragend.

Gäste nach der Pause eiskalt

Nach 49 Minuten stand Hady El Saleh nach einem Querpass blank vor Ziesmann, zögerte etwas zu lange und fand im Lok-Keeper seinen Meister. Auch der allein aufs Tor steuernde Stephane Dieupeugbeu legte das Leder neben den Kasten. Das Spiel schien danach eher wieder zu verflachen. Doch nach 62 Minuten schossen die Gäste einen herlichen Treffer. Technisch gekonnt überlupfte Yusuf-Islam Akdas den chancenlosen Ziesmann zum 4:0.

Von Stendal kam Richtung Offensive nichts mehr. Zudem wurde mit schwindender Kraft in der eigenen Hälfte ein Fehler produziert. Leon Heesmann nutzte die Gelegenheit zum 5:0 (65.). Stephane Dieupeugbeu markierte nach 77 Minuten zunächst das 6:0. Nach Parade Ziesmann staubte noch Lucas Pillich zum 7:0 ab. Das war auch der Endstand. „Der Gegner war in allen Bbelangen besser. Wir konnten in keinster Weise gegenhalten. Wenn du gegen so einen Gegner dein letzten Testspiel legst und viele Spieler nicht da sind, kannst du es nur versuchen, irgendwie sauber über die Bühne zu kriegen. Ich hatte nicht einmal die selbe Mannschaft in der Vorbereitung auf dem Platz. Da wird es natürlich schwierig“, resümierte ein schon etwas niedergeschlagener Jörn Schulz diese Begegnung.

Statistik

1. FC Lok Stendal: Giebichenstein - Schweda, Mahrhold, Schönburg, Groß, Bittner, Pfeiffer, Gödecke, Salge, Buschke, M. P. Schmidt, (Ziesmann, Balliet, Bubke, L. Breda.

Borussia Hildesheim: Kiontke - Rauch, Franke, Baghdadi, Zlatkov, Sonntag, Erdmann, Heike, Pläschke, Kohn, Schulze, (Raeck, Heesmann, Suckel, Dieupeugbeu, Bilmez, El Saleh, Akdas, Ufuk, Pillich.

Torfolge: 0:1 Sonntag (14.), 0:2 Heike (38.), 0:3 Rauch (45.), 0:4 Akdas (62.), 0:5 Heesmann (65.),, 0:6 Dieupeugbeu (76.), 0:7 Pillich (87.).