Stendal l Die Stendaler boten zu Beginn gegen den Favoriten eine ebenbürtige Leistung und waren in den ersten 45 Minuten sogar überlegen.

„So eine schlechte Halbzeit haben wir seit einem halben Jahr nicht mehr gespielt. Stendal hätte nach 15 Minuten schon 2:0 oder 3:0 führen können. Das war keine regionalligataugliche Leistung“, schätzte Rathenows Trainer-Urgestein Ingo Kahlisch nach der Partie trefflich ein.

Treffer von Mahrhold zählt nicht

Bereits nach zehn Minuten gelang Johannes Mahrhold ein Kopfballtreffer, der aber nicht zählte (Abseits). Danach schoss Tim Kolzenburg knapp vorbei.

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„Wacht endlich auf“, schrie bereits zeitig Optik-Keeper Lucas Hiemann seine Vorderleute an. Es nutzte vorerst nicht viel, denn Stendaler powerte weiter.

Praktisch mit der allerersten Chance traf Rathenows Süleman Kapan zum 0:1 (19.). Diesen Gegentreffer steckten die Oberligisten jedoch schnell weg. Mit einem herrlichen Schlenzer gelang Kolzenburg fünf Minuten später das 1:1.

Remis zur Pause

Lok hatte bis zur Pause noch einige Chancen zum Führungstreffer. Es blieb aber beim 1:1 nach 45 Minuten.

Nach dem Wechsel wurde der Favorit stärker, hatte mehr Ballbesitz. Es fehlte aber vorerst die Effizienz. Per strammen Hinterhaltschuss traf Leroy schließlich zum Ärger der Stendaler Hintermannschaft – 1:2 (68.). Wenig später (70.) stand Emre Turan am langen Pfosten völlig frei und schob zum 1:3 ein.

Gödecke scheitert am Pfosten

Zwischen beiden Treffern hatte aber auch Stendals Martin Gödecke die große Möglichkeit zum Ausgleichstreffer. Er scheiterte am Außenpfosten.

Den Lok-Kickern gelangen zwar noch einige schöne Spielzüge, die den Beifall der Zuschauer einbrachten, aber ein Treffer fiel nicht mehr.

„Die zweite Halbzeit war besser, aber auch nicht so wie es hätte sein müssen. Aber es ist ein Testspiel, da kann man nicht alles auseinandernehmen und somit ist alles okay“, sagte Kahlisch nach der Partie.

Schulz sieht positive Ansätze

Lok-Trainer Jörn Schulz meinte: „Wir wollten in der ersten Halbzeit hohes Tempo gehen, das haben wir gut hinbekommen. Wir haben am Donnerstag noch einmal hart trainiert. Ich glaube, das hat man in der zweiten Halbzeit gesehen. Rathenow hat nächste Woche bereits Punktspiel und hat hier komplett durchgewechselt. Wir waren gerade so mit zwölf Mann hier. Die erste Halbzeit war top. Nach dem Wechsel war für mich schon klar, dass wir einbrechen werden.“