Staaken/Stendal l Dabei sah es lange Zeit nicht schlecht für die Stendaler aus. Die Ostaltmärker führten ab 55. Minute mit 2:1.

Die Stendaler kamen mit ganz klaren Vorstellungen nach Staaken. Sie wollten endlich den Bock umstoßen und die in den vergangenen Spielen gezeigten Leistungen in Punkte ummünzen.

Lok nach Gegentor agiler

Nach drei Minuten war der gute Vorsatz erstmals gestoppt. Lok verlor im Mittelfeld den Ball, Ahmed Selman lief zwei Schritte und zog aus 25 Metern einfach ab. Der Ball senkte sich hinter Bryan Giebichenstein, der mit den Fingerspitzen dran war, zum für die Platzherren umjubelten 1:0-Führungstreffer ins Tor.

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Geschockt war Lok dadurch zwar nicht, aber doch ein wenig aus dem Konzept gebracht. Nach einer Viertelstunde besannen sich die Stendaler auf ihr Können, sie wurden durch das Mittelfeld angetrieben druckvoller und gefährlicher.

Neumann-Doppelpack bringt Halbzeitführung

In der 22. Minute glichen die Lok-Kicker durch Denis Neumann aus. Nach einer starken Einzelleistung wurde Niclas Buschke gefoult, den daraus entstehenden Vorteil nutzte Neumann zum Ausgleich. Nach weiteren sieben Minuten war Neumann nach einer Hereingabe von links erneut zur Stelle und traf zum 1:2. Die Altmärker hatten das Spiel zu ihren Gunsten gedreht.

Nach dem Wechsel gab es für Lok durch Neumann erneut eine Chance, aber das war es dann schon. Die Altmärker verloren den Faden. Während die Gastgeber mit langen Bällen immer wieder die Stendaler Abwehr beeindruckten, versuchte sich Stendal zu oft im Klein-Klein.

Staaken mit zwei glückliche Minuten

Anstatt öfters aufs Tor zu schießen (insgesamt waren es nur zwei Torschüsse), wurden die Bälle durch unnötige Dribbel­aktionen immer wieder verschenkt. Staaken spielte einfaches „kick and rush“. Viel anders konnte man auf dem Kunstrasenplatz auch nicht agieren. Und so kam es, wie es sich andeutete. In der 55. Minute rutschte Philipp Groß bei einem Abwehrversuch unglücklich aus und der Ball kam zu Marcel Bremer. Der fackelte nicht lange und versenkte das Leder zum 2:2. Lok hatte danach durch Buschke noch eine Möglichkeit, aber der Ball zischte zwei Meter am Tor vorbei ins Seitenaus.

Happy-End für Staaken

Als alle mit einem 2:2 rechnete, gab es zwei glückliche Minuten für Staaken. Erst traf Tim Lampert (85.) und kurz danach Bremer – 4:2. Stendals Abwehr war paralysiert. Der Anschlusstreffer durch Tim Kolzenburg in der Nachspielzeit war nur noch Ergebniskosmetik.

„Mir fehlen die Worte und ein Fazit ist nach dem Spiel schwer. Die Mannschaft spielt gut, dreht einen Rückstand und verkrampft dann in Halbzeit zwei“, analysierte ein enttäuschter Lok-Trainer Jörn Schulz.