Stendal l In der NOFV-Oberliga, Staffel Nord, hat der 1. FC Lok Stendal am gestrigen Sonntag im heimischen Stadion gegen den SC Staaken am Ende deutlich 0:3 (0:0) verloren. Es gab somit wieder kein Erfolgserlebnis für die zuletzt arg gebeutelten Ostaltmärker, die die fünfte Niederlage im sechsten Saisonspiel kassierten.

Mit einer soliden Abwehrleistung wäre vielleicht ein Punkt möglich gewesen, aber das Spiel gestern bestimmten eindeutig die Gäste, die verdient die drei Zähler einsackten.

Der SCS lief sofort die gegnerische Abwehr an und wollte die Stendaler Hintermannschaft, die zu Beginn nervös wirkte, unter Druck setzen.

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Eisenbahner kommen über den Kampf

Bereits kurz nach Anpfiff hatte der starke David Watchow so die erste Chance, aber Lok-Keeper Bryan Giebichenstein entschärfte die Situation. Danach waren die Stendaler eigentlich nur in der Abwehr gebunden. Nach vorn passierte (fast) nichts, sieht man einmal von einem versuchten Schönburg-Fallrückzieher ab (19.). Besser machte es Staakens Efräim Gakpeto, der eigentlich nie zu halten war. Nach seinem Fallrückzieher touchierte das Leder den Pfosten (44.). Insgesamt durften die Altmärker, ähnlich wie im vergangenen Heimspiel gegen Hansa Rostock II, mit einem 0:0 zur Pause zufrieden sein. Denn: Entlastung nach vorn gab es bei Lok viel zu wenig.

In der Schlussphase den Erfolg perfekt gemach

Auch nach dem Wechsel blieb es bei der Spielanlage. Lok stand weiter hinten drin und Staaken diktierte das Geschehen. Der erste Gästetreffer lag quasi in der Luft - und fiel dann auch. Warchow setzte sich auf der rechten Seite durch und Marcel Bremer wuchtete per Kopf das Leder in die Maschen - 0:1 (65.). Wer nun dachte, Stendal macht mehr Druck, wurde enttäuscht. Staaken ging auf den zweiten Treffer. Lok hatte jedoch durch Neumann eine kleine Möglichkeit, doch sein Abschluss verfehlte das Tor weit (78.). Staakens zweiter Treffer war anlog dem ersten. Wieder gab es ein Flanke von rechts und wieder traf der SCS per Kopf. Diesmal war der eingewechselte Sebastian Gigold der Nutznießer - 0:2 (89.). Die Suppe war ausgelöffelt. Der dritte Staakener Treffer nur das Salz in den Topf.

„Ich bin mit der ersten Halbzeit zufrieden, den Jungs kann ich keinen Vorwurf machen. Sie haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten gefightet und die Dinge umgesetzt, die wir besprochen haben. Man hat in der zweiten Halbzeit schon gemerkt, dass die Laufwege von Staaken in die Halbräume intensiver werden. Da haben wir Probleme bekommen, das zu verteidigen, das 0:1 hat sich angebahnt“, sagte Lok-Trainer Jörn Schulz nach der Partie.