Stendal l Gegen den Landesklassevertreter SV Eintracht Salzwedel setzten sich die Eisenbahner standesgemäß mit 5:1 Toren durch. Die Westaltmärker boten dabei besonders in der ersten Halbzeit ordentlich Paroli.

Kadermäßig waren die Gastgeber etwas ausgedünnt, da etliche Akteure krankheitsbedingt oder anderwertig fehlten.

Die Partie ging durchaus munter los. Bereits nach 17 Sekunden fand eine Flanke von Gregor Roth den Kopf von Salzwedels Alf Müller, der allerdings nicht genügend Druck hinter den Ball brachte (drüber).

Eintracht Salzwedel lässt nicht viel zu

Stendal bespielte danach zwar den Kontrahenten ordentlich, doch die Eintracht ließ nicht viel zu. „Tempo, Tempo“, rief Lok-Trainer Jörn Schulz immer wieder ins Spiel rein. Doch es gab einige Ungenauig­keiten, die zu Gegenstößen führten, doch zunächst von der Abwehr bereinigt wurden.

Buschke erst im Pech, dann erfolgreich

Trotzdem hätte Lok führen müssen. Niklas Buschke ließ zwei glasklare Möglichkeiten liegen. Die dritte Chance versenkte Buschke schließlich zum 1:0 nach 32 Minuten, wobei der Ball irgendwie noch abgefälscht wurde. Das Gegentor brachte die Gäste einige Minuten aus dem Tritt. Nach 37 Minuten hieß es 2:0. Philipp Groß kam über links und brachte die Kugel in den Fünfer, wo der Ball von einem Salzwedler Spieler ins eigene Tor befördert wurde.

Stendal ging weiter drauf. Eintracht Schlussmann Dennis Röhl versuchte ein Dribbling gegen Martin Gödecke, wurde die Kugel los und Gödecke schob zum 3:0 ein. Sekunden später hätte Martin Krüger sogar noch das vierte Tor machen müssen, scheiterte an Röhl.

Danach wachte die Eintracht wieder auf. Zunächst landete ein Fernschuss auf der Latte. Kurz darauf fehlte bei Lok der richtige Zugriff. Luca Nowak erzielte so den Treffer zum 3:1. Mit dem Ergebnis wurden die Seiten gewechselt.

Nach der Pause gab es einige Wechsel. Doch ähnlich wie zum Beginn der Begegnung, gab es wenige gefährliche Szenen. Stendal agierte mit einer Viererkette. So hatte man zumindest optisch das Gefühl, dass es den Salzwedelern leichter fiel anzulaufen. So ergaben sich viele gute Pressingsituationen für Salzwedel, wobei richtige Torgefahr aufgrund nachlassender Kräfte nicht mehr aufkommen sollte. Dennoch änderte sich an der Überlegenheit der Platzherren nichts. Stendal hatte weiterhin mehr vom Spiel und erspielte sich zudem auch das Chancenplus. Nach gut einer knappen Stunde ließ Martin Krüger eine dicke Gelegenheit aus. Aus kurzer Entfernung beförderte Krüger das Objekt der Begierde fast über das Ballfangnetz.

Balliet und Hey erhöhen

Dann gab es für den Oberligisten doch noch zwei Treffer. Zunächst segelte eine Ecke durch Freund und Feind an den langen Pfosten. Dort stand Lorenz Balliet goldrichtig und verwandelte zum 4:1. Schließlich folgte kurz darauf das 5:1 durch Sebastian Hey, der nach der Pause im Angriff spielte und sich einen langen Abschlag erlief. Salzwedel hatte vergeblich auf Abseits gehofft.

Zudem vergaben Krüger (61./stark gehalten), Benjamin Bubke aus der Drehung (78./stark gehalten) und Hey (86./stark gehalten) weitere gute Möglichkeiten. So blieb es bis zum Abpfiff.

Trainer sind grundlegend zufrieden

Das Fazit von Lok-Trainer Jörn Schulz lautete: „Salzwedel hat sehr gut verteidigt und hatte eine hohe Laufbereitschaft. Sie standen sehr tief und haben dadurch die Räume sehr eng gemacht. Wir haben heute auf jeden Fall zu wenig Tore geschossen, waren in der Endzone nicht zielstrebig und gierig genug. Unser Tempo war nicht ganz so hoch wie in den letzten Spielen. Trotzdem war es eine gute Trainingseinheit mit viel Verbesserungspotenzial. Danke an Salzwedel, dass sie so kurzfristig angereist sind.“

Sein Gegenüber Helge Kietzke meinte: „Das permanente Verschieben und die Arbeit gegen den Ball waren sehr gut. Zudem hatten wir nach Ballgewinn viele gute Umschaltmomente. Beim Torabschluss müssen wir aber noch zielstrebiger werden. Die wenigen individuellen Fehler muss man einfach verzeihen. Schließlich sind wir ja auch noch nicht lange in der Vorbereitung. Wir haben eine starke Laufbereitschaft an den Tag gelegt und auf dem Platz sehr gut kommuniziert.“

Statistik

1. FC Lok Stendal: Steffen Westphal (46. Bryan Giebichenstein), Tim Schaarschmidt (46. Johannes Mahrhold), Sebastian Hey, Patrick Baudis, Philipp Groß, Felix Behling (46. Lorenz Balliet), Martin Krüger, Steven Schubert, Tim Kolzenburg (46. Benjamin Bubke), Niclas Buschke, Martin Gödecke - Trainer: Jörn Schulz

SV Eintracht Salzwedel: Dennis Röhl, Malte Liestmann (46. Lukas Biermann), Gregor Roth, Julian Seehausen, Hannes Buchmeyer, Kevin Gebert, Fabian Beck, Laurin Lohr (46. Fridolin Hamann), Hannes Schreiber, Alf Müller (46. Florian Förster), Luca Nowak - Trainer: Helge Kietzke

Schiedsrichter: Karsten Fettback (Stendal)

Tore: 1:0 Niclas Buschke (32.), 2:0 Philipp Groß (37.), 3:0 Martin Gödecke (38.), 3:1 Luca Nowak (41.), 4:1 Lorenz Balliet (70.), 5:1 Sebastian Hey (73.)