Stendal l Wird die Fußball-Landesklasse, Staffel I, noch einmal spannend?

Über Wochen hat der FSV Heide Letzlingen die Staffel an der Tabellenspitze dominiert. Die Verfolger nahmen sich gegenseitig die Punkte ab. Auch am Wochenende schien es so, als wäre das Heide-Team von Angstgegner Medizin Uchtspringe (gewann bereits in Letzlingen 2:1) nicht zu stoppen.

Stoppa stoppt Heide

Die Gäste führten lange Zeit 1:0 und hätten dann weiter sieben Punkte Luft im Klassement vor dem Rangzweiten gehabt. Aber schließlich traf für Medizin noch Manuel Stoppa und gibt der Staffel somit etwas Spannung zurück.

Letzlingen hat jetzt fünf Punkte Vorsprung vor dem Möringer SV, der ärgster Verfolger ist. Der MSV erledigte seine Hausaufgaben, zeigte sich von 1:5-Niederlage gegen Salzwedel und erholt und gewann 4:2 in Tangermünde.

MSV-Trainer zufrieden

„Glückwunsch an meine Mannschaft, hier gewinnt nicht jeder. So muss es jetzt Woche für Woche weitergehen. Die Qualität der Mannschaft ist schon enorm“, freute sich MSV-Trainer Philipp Dieckmann über die Vorstellung seines Teams.

Die Niederlage erkannte auch Tangermündes Coach Steffen Lenz an: „Möringen hatte in den entscheidenden Positionen die besseren Leute, was sich qualitativ auch in Tore umgemünzt hat. Wir haben nie ein Mittel gefunden, dem Gegner im letzten Drittel weh zu tun. Möringen hat uns eiskalt ausgekontert, das waren Fehler von uns im Mittelfeld.“

Tangerhütte löst sich aus der Gefahrenzone

Die Lage am Tabellenende hat sich für Germania Tangerhütte am Wochenende entspannt. Durch den am Ende ungefährdeten 2:0-Sieg gegen Grün-Weiß Potzehne hat die Elf von Trainer Jürgen Dobberkau jetzt satte acht Punkte Vorsprung auf den ersten Abstiegsplatz.

Ein Lebenszeichen gab es auch vom Tabellenletzten SV Grieben, der gegen den MTV Beetzendorf (ebenfalls im Abstiegskampf verwickelt) den ersten Saisonsieg (4:2 auf eigenem Platz) einfuhr.

„In der Summe muss man schon sagen, dass wir die bessere Mannschaft waren und verdient die drei Punkte eingefahren haben“, sagte Griebens Trainer Andreas Witte.

Griebener sehen keine Hoffnung

Haben die Griebener jetzt noch ein Fünkchen Hoffnung auf den Klassenerhalt? Witte: „Nein, dafür ist der Abstand zu groß. Beetzendorf hat immer noch 14 Punkte Vorsprung. Wir spielen jetzt gegen die Mannschaften, die auch unten drin stehen, wir wollen einfach noch ein paar Punkte sammeln und die da unten noch ein bisschen ärgern. Wir wollen die Saison sauber zu Ende spielen.“