Stendal l Ziemlich vereint und nur getrennt durch zwei Punkte stehen die drei Mannschaften aus dem Landkreis Stendal im Tabellen-Mittelfeld der Fußball-Landesliga Nord. Eine Überraschung ist aber, dass Aufsteiger Möringer SV vor dem TuS Bismark und dem SSV Havelwinkel Warnau liegt.

Zufriedenheit beim MSV

Mit 19 Zähler nehmen die Möringer nach zwölf absolvierten Partien den siebenten Rang ein und stehen somit gut da. „Es ist ein super Gefühl, drei Punkte mitgenommen zu haben. Jetzt stehen wir ganz sicher im Mittelfeld der Landesliga als Aufsteiger, Hut ab“, freute sich Trainer Philipp Dieckmann nach dem 2:1-Derbysieg gegen den TuS Bismark. Durch diesen Erfolg hat der MSV Bismark und Warnau in der Tabelle überflügelt. „Nun müssen wir das Woche für Woche mit der gleichen Einstellung zeigen“, hebt Dieckmann mahnend den Finger.

Der Sieg im Derby war für die Kicker aus der Pappelarena ein wenig glücklich. Bismark bestimmte besonders vor der Pause weitestgehend das Geschehen, versäumte es aber nachzulegen, beziehungsweise ließ im zweiten Abschnitt trotz optischer Vorteile die letzte Konsequenz im Abschluss vermissen.

Möringen wurde in den letzten 20 Minuten mutiger und setzte schließlich durch Joker Niklas Wendt per herrlichem Kopfball den entscheidenden Treffer. Für den TuS war es das dritte sieglose Match in Folge.

TuS-Trainer übt Kritik

„Dass wir die bessere Mannschaft sind, kenne ich nicht anders. Das ist im Prinzip in jeden Spiel so. Aber wir sind im letzten Drittel nicht konsequent genug. Wir wollen das Tor nicht. Das hat uns der Gegner voraus gehabt“, legte Bismarks Trainer Christoph Grabau den Finger in die Wunde.

Nach dem guten Saisonstart haben die Schwarz-Weißen eine Durststrecke zu verzeichnen, wobei zuvor mit Ilsenburg (0:0) und Gardelegen (0:4) zwei schwere Kontrahenten auswärts bespielt werden mussten. Trotz der Negativserie haben die Bismarker bisher unter ihrem neuen Trainer Christoph Grabau in Meisterschaft und Pokal erfrischenden Fußball geboten und keineswegs enttäuscht.

Die dritte Mannschaft aus dem Landkreis Stendal, der SSV Havelwinkel Warnau hat es am Wochenende verpasst, einen Satz in der Tabelle zu machen. Ausgerechnet beim Schlusslicht in Niegripp, für den Gastgeber war es der erste Saisonsieg, setzte es eine Niederlage.

Warnau vor brisantem Spiel

Warnau ist schwer in die Spielzeit gekommen, startete zwar mit zwei Siegen im Pokal, die aber teuer erkauft wurden durch Verletzungen der Neuverpflichtungen Daniel Pfefferkorn und Mohammad Doughouz. Nach den beiden Niederlagen gegen Staßfurt und Börde Magdeburg fing sich der SSV, steht nun mittlerweile als Zehnter ebenfalls im sicheren Mittelfeld. Bis zu Tabellenplatz 13 (Relegationsplatz) sind es immerhin neun Punkte Luft für die Franke-Elf hat. Am kommenden Wochenende stehen für die drei Vertreter aus dem Landkreis Stendal ganz dicke Brocken an. Vor allem die Begegnung zwischen dem SSV Havelwinkel Warnau und Grün-Weiß Ilsenburg dürfte auf Grund des Wechseltheaters der beiden Brasilianer Yuri und Hugo im Sommer schon für etwas Brisanz sorgen.

Bismark hat mit Staßfurt und Möringen in Schönebeck ebenfalls keine Laufkundschaft vor der Brust. Nach einem freien Wochenende am 23. November gibt es noch die interessanten Spiele: Gardelegen gegen Warnau (30.11.) und Warnau kontra Möringen (7.12.).