Stendal l Ulrich Nellessen, der Präsident des Fußball-Oberligisten 1. FC Lok Stendal, tritt bei der nächsten Mitgliederversammlung nicht mehr zur Wiederwahl an.

Lok-Vorstand war informiert

Der Lok-Präsident hat den Verein darüber bereits schriftlich informiert.

„Das ist richtig, er will nicht mehr als Präsident antreten, ob er sich nun ganz aus dem Vorstand zurückzieht, weiß ich nicht“, sagt Guido Klautzsch, der sportliche Leiter bei Lok.

Er betonte auch, dass es bisher Gespräche mit neuen Kandidaten gegeben hat, aber noch ohne Ergebnis.

Klautzsch: „Das Bekanntwerden des Rückzuges zum jetzigen Zeitpunkt halte ich bei der Suche nach einem geeigneten Nachfolger für kontraproduktiv.“

Suche bisher erfolglos

Allen Verantwortlichen ist klar, die Zeit drängt. Ende Oktober/Anfang November soll die Mitgliederversammlung durchgeführt werden. Der genaue Termin steht noch nicht fest. Da muss ein neuer, arbeitsfähiger Vorstand plus Präsident stehen.

„Der Zeitpunkt aufzuhören ist nie richtig, aber jetzt ist er gut. Es ist eine harte Entscheidung, aber ich mache das jetzt schon elf Jahre lang. Ich bin nicht verbittert oder böse, aber irgendwann muss Schluss sein. Ich will die Verantwortung abgeben, das muss man akzeptieren. Als ich den Verein übernommen habe, hatten wir acht Punkte Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz in der Verbandsliga. Da sieht es jetzt wesentlich besser aus. Ich werde weiter zum Fußball gehen und dem Verein auch treu bleiben, in welcher Form auch immer, aber nicht mehr in verantwortlicher. Ob ich weiter im Vorstand bleibe, hängt dann natürlich von den neuen Leuten ab“, sagt Nellessen auf Volksstimme-Nachfrage.

Er ist ebenfalls bemüht, einen Nachfolger für das Präsidentenamt zu finden, aber die Gespräche haben noch kein Ergebnis gebracht.