Stendal l In der kommenden Saison 2019/20 spielt der Rossauer SV in der Landesklasse. Es ist für den Verein und das kleine Dorf der bisher größte Erfolg.

In der Saison 2006/07 spielte der RSV erstmals in der höchsten Spielklasse des Kreises und fand sich zumeist im Mittelfeld wieder. In der abgelaufenen Serie gelang endlich der Clou – Kreismeister und Aufsteiger.

„Für uns war es natürlich eine herausragende Saison. Wir waren seit dem 2. Spieltag auf Platz eins. Es waren viele enge Spiele dabei (unter anderem das 3:2 bei der SG Havelberg/Kamern, wo mit viel Glück gewonnen wurde, Anm. d. Red.), in denen es uns die Gegner sehr schwer gemacht haben und wir alles raushauen mussten. Das ist uns ganz gut gelungen. Ich denke, in diesem Jahr haben wir uns die Meisterschaft verdient“, fasste RSV-Coach Christian Schulze die überragende Saison zusammen.

Auswärts ohne Makel

Besonders auf fremden Geläuf war der Kreismeister eine Macht und gab keine Punkte ab. Nur zu Hause erwiesen sich der Post SV Stendal (1:1-Endstand) und Preussen Schönhausen (2:3-Niederlage) als Stolpersteine. Aber das fiel am Ende nicht mehr ins Gewicht.

Auch im Fairplay haben sich die Rossauer gesteigert. Sie kassierten nur Gelbe Karten, insgesamt 25. Damit hatte Schulze fast immer Konstanz in seinem Team.

SG Havelberg/Kamern zufrieden

An der SG Havelberg/Kamern und den zweiten Platz gab es in diesem Jahr auch kein Vorbeikommen. Die Elf um Trainer Gerd Marx hatte aber satte zehn Punkte Rückstand auf den RSV, freute sich dennoch über die Vizekreismeisterschaft. „Vizekreismeister, bester Angriff mit über 100  Toren und Torschützenkönig, zweitbeste Abwehr, Platz zwei in der Fairplaywertung, drei von vier Derbys gewonnen – alles gut“, blickte Marx kurz und schmerzlos auf die abgelaufene Saison zurück. Er wird ab der neuen Serie nicht mehr an der Linie stehen. Neuer Coach der SG wird Dennie Lindholz.

Einen versöhnlichen Abschluss gab es auch für den Schinner SV Eintracht, trotz der turbulenten Saison. Nach dem 5. Spieltag warf Lars Reifke als Trainer das Handtuch. Das blieb in den Köpfen der Spieler hängen und die Hinrunde wurde auf einem neunten Platz abgeschlossen.

Nach der Winterpause fand der SSV wieder zusammen, trotz der schwerwiegenden Abgänge von Max Morten von Stachelski und Mohamed Saeg „haben wir eine überragende zweite Saisonhälfte gespielt“, freute sich Trainer Gordon Besa.

Der weiter anfügt: „Mit zehn Siegen aus den letzten 14 Spielen bei nur zwei Niederlagen, haben sich die Jungs den dritten Platz mehr als verdient.“ Die Arbeit im Verein wurde schließlich mit dem Kreispokalsieg der zweiten Mannschaft gekrönt.

Eintracht Lüderitz und Preussen Schönhausen waren zum Ende hin ebenfalls noch Kandidaten auf den Bronzeplatz, doch im Endspurt ging ihnen die Puste aus.

Lüderitz hat noch mehr Potenzial

Aber in beiden Vereinen ist man zufrieden mit dem Abschneiden. Eintracht-Betreuer Sven Stiewe meinte: „Ich bin zufrieden mit dem Ergebnis. Aber in den letzten Spielen waren wir nachlässig und haben Punkte liegen gelassen. Aber mit Blick auf die neue Saison bin ich positiv gestimmt, da unsere Mannschaft sehr jung ist, genau so zusammen bleibt und immer mehr will, glaube ich, ist nach oben hin alles offen.“

Und die „Jungspunde“ aus Lüderitz zeigten so manchen Alteingesessenen, was sie im Stande sind zu leisten. Da wächst eine tolles Team zusammen, das in der neuen Serie für Furore sorgen wird.

Die Preussen wollten sich eigentlich den dritten Rang holen, haben aber „die nötigen Punkte in Bismark liegen gelassen. Auch das Heimspiel gegen Schinne darf man so nicht verlieren. Was mich persönlich etwas ärgerte, war die 2:4-Niederlage im Derby gegen Klietz. Da wollte ich es perfekt gestalten und habe vielleicht etwas zu hoch gepokert. Mit einem Sieg hätten wir es am letzten Spieltag in unserer eigenen Hand gehabt, um Platz drei zu erobern. Es ist schade, aber ich freue mich trotzdem für die Platzierung und die Spielfreude der Jungs“, so Coach David Leue.