Sportredakteur Thomas Wartmann hat sich mit Trainer Steffen Lenz über die Mannschaft, die kommende Saison und seine Ziele unterhalten.

Der letzte Test am Sonnabend gegen Genthin wurde mit 3:2 gewonnen. Wo steht die Mannschaft?
Steffen Lenz: Man hat gesehen, dass bei vielen Spielern die 100-prozentige Frische, die man erwartet, noch nicht da ist. Darum bin ich auch mit dem gesamten Ablauf der Vorbereitung nicht ganz zufrieden. Die Mannschaft ist noch nicht richtig eingespielt und zwischen den Mannschaftsteilen sind noch zu große Abstände.

Kann man denn in einer Woche bis zum Pokalspiel daran noch etwas ändern?

Wir haben in dieser Woche noch eine Menge Arbeit. Man hat aber in der zweiten Halbzeit auch gesehen, dass wir es besser können. Wir treffen im Pokal auf Weiß-Blau Stendal. Wir nehmen jeden Gegner ernst. Wir haben jetzt noch ein paar Tage Zeit. Solche großen Lücken wie im Spiel gegen Genthin können wir uns dann nicht mehr leisten.

Wie hat sich der Kader in der Sommerpause verändert?

Unsere Mannschaft ist soweit zusammengeblieben. Mit Lars Korte haben wir einen für uns sehr wichtigen Stürmer dazubekommen. Da erhoffen wir uns für die Offensive einiges.

Seit wann ist die Mannschaft in der Vorbereitung?

Wir sind seit fünf Wochen in der Vorbereitung. In der letzten Woche hatten wir noch einen größeren Fitnesstest. Davon hat man im Spiel gegen Genthin wohl auch noch etwas gemerkt. Das darf aber keine Entschuldigung sein.

Woran liegt es, dass die Mannschaft jetzt noch nicht soweit ist?

Es liegt auf jeden Fall nicht an der Einstellung. Viele Spieler haben noch nicht die Fitness, weil sie eben noch im Urlaub waren. Die sind jetzt erst an einem Punkt, an dem sie vor drei Wochen hätten sein sollen. Das ist das Problem.

Demnächst geht es in der Landesklasse los. Wie sieht das Auftaktprogramm aus?

Wie haben zum Auftakt ein schweres Match in Letzlingen. Da wird es schwer.

Wie sieht die Zielstellung aus?

Wir wollen auf jeden Fall oben mitspielen. Das heißt ein Platz unter den ersten Sechs wollen wir erreichen.Ich denke, das ist ein realistisches Ziel.

Ist das nach dem zweiten Platz im letzten Jahr nicht etwas tiefgestapelt?

Die Liga ist relativ stark und auch ziemlich eng. Wenn man sieht, wie weit andere Mannschaften in der Liga schon sind, zumindest von den Testergebnissen her, dann sind wir noch nicht an dem Punkt. Wir müssen erst einmal schauen, wo wir stehen. Wir müssen uns erst die nötige Frische holen und das wird mit unserem Auftaktprogramm nicht so einfach. Wir haben in den ersten sechs Spielen immer Top-Gegner. Das wird schwer, ist aber auch reizvoll.

Wer sind Ihre Favoriten im Kampf um den Staffelsieg?

Da gibt es einige Mannschaften, die in dieser Serie oben mitspielen werden. Aber mit Osterburg, Liesten und Wahrburg ist wohl in diesem Jahr zu rechnen.

Wie sieht das Trainingsprogramm bei der Saxonia aus?

Wir haben in der Vorbereitung dreimal pro Woche trainiert. In der Saison werden wir zweimal die Woche trainieren

Wie ist der Altersdurchschnitt der Mannschaft?

Ich weiß es nicht genau, aber wir liegen so bei 23 bis 24 Jahren. Wir haben viele junge Spieler, die wir entwickeln können. Es wird auch der Weg für uns in Zukunft sein, immer wieder Spieler aus der A-Jugend zu holen.

Wie geht es mit Saxonia Tangermünde weiter?

Wir haben schwere Jahre hinter uns. Nach dem Abstieg aus der Landesliga war es sehr schwer, eine Mannschaft aufzustellen. Man hatte immer den Eindruck, dass bei uns der letzte Meter fehlte. Das hat sich in den letzten zwei Jahren geändert. Gerade, weil wir viele Spieler aus dem Nachwuchs eingebaut haben und werden. Jetzt kommen wir peu á peu wieder zu dem, was den Verein über viele Jahre ausgezeichnet hat. Wir wollen wieder über unsere Heimstärke kommen. Dazu gehört zweifellos auch, dass wir noch mehr Zuschauer in unserem Stadion haben wollen. Vielleicht kommt der eine oder andere alte Fan wieder und die jungen einheimischen Spieler bringen ebenfalls Fans mit.