Bismark l Gegen den niedersächsischen Kreisligisten Helmstedter SV gab es am Ende einen klaren 5:0-Erfolg. Großchancen ließen die Bismarker allerdings in beiden Hälften zu Haufe liegen.

In Hälfte eins gelang es dem Kreisligist aus der Kreisliga Helmstedt noch gut, gegen den Ball zu arbeiten und die Lücken im Abwehrzentrum zu schließen.

Als Bismark-Coach Grabau das fehlende Tempo seiner Mannen nach 20 gespielten Minuten monierte, fühlten sich die in Weiß gekleideten Ostaltmärker allerdings wach geküsst und erhöhten die Schlagzahl.

Neuzugang Schmidt überzeugt

Vor allem Robert Schmidt in der Offensive wusste zu gefallen, ging weite Wege auf dem Platz, lief, den Gegner gut an, sollte jedoch das Glück im Abschluss an jenem Tag nicht finden.

Umso mehr glänzte Tim Hohmann im Abschluss, der in Minute 28 Gegenspieler Besim Ibishi austanzte und eiskalt ins lange Eck einschob.

TuS lässt viele Chancen liegen

Die Chancenverwertung blieb insgesamt jedoch das Manko der Gastgeber. Schmidt und Kujawski schlossen zu überhastet ab. In entscheidenden Situationen fehlte das Glück oder sie scheiterten an den eigenen Nerven.

In der 66. Minute sollten die Nerven ein weiteres Mal thematisiert werden. Den Gastgebern wurde ein Elfmeter nach Foulspiel zugesprochen. Schmidt übernahm die Verantwortung, scheiterte jedoch an Torwart Jannic Hansen.

In Halbzeit zwei machte es Lars Kujawski zumindest besser, nach einem wunderbar vorgetragenen Konter (72.). Aus eigenem Eckball kassierten die Niedersachsen das zweite Gegentor, das die Gegenwehr zugleich schmälern sollte.

Kujawski schnürt den Doppelpack

Das dritte Tor bescherte erneut Kujawski, bei dem der Knoten geplatzt schien.

Mit einem Schlenzer aus 20 Metern in den Winkel, gelang ihm das schönste Tor des Nachmittags (76.).

Timon Motejat bewies Übersicht, nachdem der Klärungsversuch der Gäste per Kopf direkt vor seinen Füßen landete. Motejat schob gekonnt ein (82.). Den Schlusspunkt sollte Lennard Scherer setzen, der lange vor Torwart Hansen wartete und die Ruhe behielt.

Mit einem lässigen Heber, markierte Scherer das 5:0. Die Bismarker taten sich mit dem Toreschießen schwer, konnten hinten raus aber die sich bietenden Räume nutzen.

Potenzial noch nicht ausgeschöpft

Trainer Grabau resümierte: „Das 5:0 geht in Ordnung. Wir müssen aber deutlich höher gewinnen. Man hat aber auch gesehen, dass wir uns in einem Umbruch befinden und die vielen neuen Leute noch in unser Spiel integrieren müssen. Wir haben die Zweikämpfe in Hälfte zwei gut angenommen. Wir sind natürlich noch nicht da, wo wir hinwollen, aber wir haben einen weiteren Schritt nach vorn gemacht.“

Spielertrainer Marco Behse bei den Gästen ärgerte sich, trotz guter Leistung: „Für das erste Spiel nach zwei Trainingseinheiten war es gut. Dennoch ärgere ich mich, dass wir es nicht geschafft haben, ein Tor zu erzielen.“

Statistik

Bismark: Kannenberg – Döllnitz (63. Hopperdietzel), Bartsch (74. Grabau), Sikulskyi, Lange, Grempler, Gagelmann, Kujawski, Motejat, Schmidt, Hohmann ( 46. Scherer)

Tore: 1:0 Hohmann (28.), 2:0 Kujawski (72.), 3:0 Kujawski (76.), 4:0 Motejat (82.), 5:0 Scherer (86.).