Stendal l Nach vielen Wochen der Arbeit stand jetzt endlich im März der ersehnte Urlaub in Dänemark auf dem Plan.

Chillen im Ferienhaus am Meer, raus aus der großen Stadt. Das hatten sie mit Freunden vor. Dann kam alles anders. Sie hatten geplant, sich mit ihren Freunden in Dänemark zu treffen. Dann kam die Reisesperre. Dänemark machte die Grenzen dicht. Die einen, waren schon auf dem Weg, hätten noch einreisen können, die anderen nicht. Was jetzt? Die naheliegende Lösung war ein Ferienhaus an der Ostsee. Kaum drei Nächte hatten sie da verbracht, verhängte Mecklenburg-Vorpommern ein Einreiseverbot und forderte alle Gäste auf, das Bundesland zu verlassen. Nach einigem Überlegen strandeten sie in einer Ferienwohnung auf dem ganz flachen Land in Brandenburg.

Bei fast allen Heimspielen dabei

Eigentlich wollten die beiden ihren Urlaub mit einem Besuch in Stendal beenden. Denn sie sind Fans von Blau-Weiß Berlin. Und das hätte am Sonntag (29. März) im Stendaler Hölzchen spielen sollen.

„Wie gehen zu fast allen Heimspielen. Von Stendal nach Berlin ist es ja nicht weit. Da hätten wir uns das Stadion gern mal angesehen“, sagt Christian Schwedler. Das Hinspiel am ersten Spieltag ging remis aus. Lok bot gegen die vor der Saison als Aufstiegskandidat gehandelten Berliner eine gute Leistung. Das Rückspiel am 15. Dezember wurde verschoben und nun erneut abgesetzt. Wahrscheinlich werden wohl die Stendaler zum Saisonauftakt wieder nach Berlin fahren, falls die Saison komplette resettet wird. Die beiden Urlauber haben das beste aus der Situation gemacht und auf der Wiese vor ihrer Unterkunft gekickt. Inzwischen sind beide wieder in Berlin und gehen ihren Jobs nach. Die Reise nach Stendal heben sie sich für die kommende Saison auf.