Diesdorf l Doch mit Ruhm bekleckerten sie sich, bevor gefeiert werden durfte, nicht. Gegen einen wacker dagegenhaltenden Diesdorfer SV setzten sich die Wolmirstedter am Sonnabend auswärts nur knapp mit 33:32 (19:19) durch.

Diesdorf mit reichlich Motivation im Gepäck

Die Diesdorfer waren hochmotiviert. Sie hatten ihren treuen Fans ein Fass Freibier und eine zumindest kämpferisch starke Darbietung im letzten Saisonheimspiel versprochen. Beide Versprechen wurden eingehalten. Zwar reichte es am Ende nicht ganz für etwas Zählbares gegen den klaren Favoriten, doch die von Christian Tegge gecoachten Westaltmärker konnten erhobenen Hauptes aus dieser Begegnung gehen. Den Klassenerhalt hatten sie bereits zuvor perfekt gemacht.

Die Grün-Weißen erwischten einen richtig guten Start. Keeper Christian Böttcher fischte im Kasten die Bälle reihenweise weg, dazu arbeiteten seine Vorderleute in der Abwehr vorbildlich. Folge waren zahlreiche Ballgewinne und eine durch Philipp Bromme und Tim Gromeier herausgeworfene 2:0-Führung nach knapp drei Minuten. Damit hatte der Spitzenreiter scheinbar nicht gerechnet, tat sich auch in der Folge sehr schwer und biss sich am überragenden Böttcher sowie an einer weiterhin sehr guten DSV-Deckung regelrecht die Zähne aus. Jan Peter Herz und Bromme schraubten das Resultat tatsächlich bis auf 8:3 (10.) in die Höhe.

Remis zur Pause

Eine Überraschung lag bereits in der Luft. Auch wenn die Wolmirstedter zumindest wieder etwas näher herankamen, führte Diesdorf durchgehend. Nach dem 19:16 durch Gromeier in Minute 28 gelang den Gastgebern, denen im Abschluss dann doch das nötige Glück fehlte, allerdings kein Vorpausentreffer mehr. Der SV Kali war hingegen noch dreimal erfolgreich und somit beim 19:19 doch noch auf Augenhöhe.

Die Diesdorfer hielten die Partie weiter völlig offen. Besser noch: Herz, Eric Scholz und Bromme sorgten sogar wieder für ein Drei-Tore-Polster (23:20/37.). Wieder konnten sich die Diesdorfer auf Torhüter und Abwehr verlassen, die einen Klasse-Job machten. So konnte Vierke mit seinem Doppelpack sogar den Vorsprung auf fünf Treffer ausbauen – 27:22 (45.). Der Primus geriet in die Bredouille. Er hatte aber Glück, dass den Diesdorfern in der Schlussphase erneut die nötige Effizienz im Abschluss abhanden kam.

Schockmoment in der Schlussekunde

Nach dem 32:30 durch Feldmann 145 Sekunden vor Schluss sah die DSV-Welt allerdings noch in Ordnung aus. Doch zu diesem Zeitpunkt wusste auch noch niemand, dass dies der letzte Treffer für die Gastgeber sein sollte. Wolmirstedt kämpfte sich zum Ausgleich und holte in der Schluss-Sekunde noch einen Siebenmeter heraus, den Philipp Doering zum 33:32-Sieg zugunsten der Gäste versenkte.

Auch wenn der Diesdorfer SV am Ende doch noch sehr unglücklich leer ausging, so bewies er sich und der gesamten Liga, dass er an einem guten Tag durchaus auch mit den absoluten Spitzenteams der Liga mithalten kann.

Statistik

Diesdorfer SV: Fischer, Böttcher - Bromme (6 Tore), Scholz (2), Vierke (8), Straßenburg, Herz (4), T. Gromeier (8), Wohlgemuth, Feldmann (4), Lüders, Lahmann.

SV Kali Wolmirstedt: Kuhlmann, Hübner, Röhrmann (1), Beymann (1), Laaser, Doering (7), Paul (1), Dr. Kiss (6), Werner (10), Drosowski (4), Heimesath (3).