Stendal l Der Spielausschuss Nord des Handballverbandes Sachsen-Anhalt (HVSA) hat die Staffeleinteilung der 1. und 2. Nordliga der Männer und Frauen vollzogen. In dem Zusammenhang gibt es speziell im Frauenbereich überraschende Entwicklungen.

Seehäuserinnen in 1. Nordliga

Ein Blick auf die Staffeleinteilung für die Nordligaserie 2020/21 sorgte nach deren Veröffentlichung vor wenigen Tagen für Verwunderung. Denn die Frauenmannschaft der SG Seehausen war urplötzlich in der 1. Nordliga verankert. Die junge Mannschaft belegte in ihrer ersten Frauen-Saison in der 2. Nordliga zum Zeitpunkt vor deren Abbruch nämlich „nur“ den dritten Platz.

Der berechtigte jedoch, weil der Tabellenzweite SV Oebisfelde II nicht aufsteigen wollte und weil sich offenbar noch eine weitere Entwicklung ergab, dass die Wischestädterinnen den Gang nach oben antreten konnten. Im Spielbetzirk Nord ist man offensichtlich davon ausgegangen, der SG Seehausen einen Gefallen zu erweisen.

Spielerinnen nicht verheizen

Seehausens Vorstandsmitglied Frank Leo klärte aber auf: „Das ist ein Fehler. Wir haben nicht für die 1. sondern für die 2. Nordliga gemeldet. Wir wollen die jungen Spielerinnen auf keinen Fall verheizen. Das wird noch geändert.“

Eine weitere Veränderung in der 2. Nordliga Frauen ist, dass die Mannschaft der HSG Osterburg nicht mehr gemeldet hat. Eigentlich stand im Raum, eine Spielgemeinschaft mit den Seehäuserinnen zu machen. Dies wurde jedoch abgelehnt. So haben sich nun Doreen Metzlaff, Linda Krüll, Sophie Hallasch, Johanna Schott, Alina Ritter, Josephine Brychcy, Mandy Wiebrecht, Christin Schumacher, Elke Papendiek, Kathleen Nagel und Isabel Bittner entschlossen, in die SG Seehausen einzutreten.

Keine Spielerinnen mehr

Elke Papendiek, eine der erfahrensten Akteurinnen der HSG Osterburg, begründet den Schritt wie folgt: „Wir hätten kein Team mehr zusammen gebracht, das kontinuierlich am Punktspielbetrieb teilnehmen könnte. Da hätten wir schon vier, fünf Frauen mehr gebraucht.“

Angesicht des Wechsels von gleich elf Osterburger Akteurinnen zur personell recht gut ausgestatteten Truppe um Trainer Falk Preuschoff dürften sich die SG-Verantwortlichen sicherlich auch die Frage stellen, ob sie eventuell zwei Teams ins Rennen schicken.

Von Osterburg zum PHC Wittenberge

Weg von der HSG Osterburg ist auch Torjägerin Ivette Kornak, sie spielt in der kommenden Serie für den PHC Wittenberge.

Bei Blau-Gelb Goldbeck, Aufsteiger von der 2. in die 1. Nordliga, wird es, wenn überhaupt, voraussichtlich nur geringe personelle Änderungen geben. Zugang aus Richtung Osterburg ist jedoch nicht zu erwarten.

Goldbeck heiß auf 1. Nordliga

„Die Mannschaft ist heiß auf die neue Spielklasse, aber auch auf die bald fertig sanierte Sporthalle in Goldbeck“, so Danny Lukas, Trainer der Blau-Gelben.

Inmitten der Coronapandemie sind die Bauarbeiten an und in der Halle nämlich schneller als geplant vorangetrieben worden. Unter anderem neue Lampen, erneuerte Kabinen, neue Duschen werden die Nutzer (Schüler, Vereinssportler) freuen. Auch die Farben und das Logo des SV Blau-Gelb sollen nach der Sanierung deutlich sichtbar sein.

„Ich gehe davon aus, dass wir ab Mitte August in der Halle trainieren können. Meiner Meinung nach wird die Saison 2020/21 frühestens im Oktober beginnen. Wir können uns also voraussichtlich ausreichend vorbereiten“, so Coach Lukas.