Stendal l Gastgeber HV Lok hat Eintracht Gommern deutlich mit 30:25 bezwungen. Damit haben sich die Kreisstädter nach dem dritten Spieltag ein Punktverhältnis von 4:2 gesichert und stehen damit auf dem sechsten Tabellenplatz.

Gommern läuft eigenen Ansprüchen hinterher

Für den Kontrahenten aus Gommern, der vor der Punktspielsaison 2019/20 durchaus zu den Meisterschaftskandidaten gehörte, war die bisherige Serie gegen die drei ostaltmärkischen Teams miserabel.

Bei der SG Seehausen hieß es 26:28 aus Eintracht-Sicht, daheim gab es gegen Osterburg ein 33:33-Unentschieden und im verlorenen Match in Stendal hieß es kurz vor Spielende gar 29:21 für den Gastgeber. Demzufolge verfügt Gommern nunmehr über ein Punktverhältnis von 1:5. Der Saisonstart ist gründlich misslungen.

Dabei verlief die erste Halbzeit in der Stendaler Sporthalle Schillerstraße durchaus nach dem Geschmack der Gäste aus dem Jerichower Land.

Sie gingen in einer beiderseits sehr nervös geführten Startphase mit 1:0 beziehungsweise 5:3 in Führung. Die Stendaler Mannschaft leistete sich in dieser Phase zu viele Fehler bei Zuspielen wie Abschlüssen. Sie kämpfte sich aber allmählich heran und konnte in der 22. Minute durch Chris Rosentreter erstmals in Führung gehen – 9:8. Das aber stachelte die Gommeraner so richtig an.

HV Lok zur Pause im Rückstand

Sie warfen gleich drei Treffer in Folge, sodass der Spielstand in der 24. Minute 9:11 lautete. Stendals ganz starker Kreismittespieler Tom Schumann warf die beiden letzten Tore der ersten Spielhälfte, nach der es 14:15 hieß.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit wirkte der Gastgeber richtig konzentriert. In der 41. Minute hieß es nach einem Treffer von Markus Grimmer 19:16.

Gastgeber wie aus einem Guss

Die Erfolgsstrecke wurde nicht mehr verlassen. Robert Stephan erhöhte auf 23:19 (49.).

In der 50. Minute nahmen die Gäste aus dem Landkreis Jerichower Land Auszeit, doch die im Siegesrausch befindlichen Altmärker ließen sich nicht mehr aufhalten, setzten in 56. Minute durch Rosentreter den Treffer zum 29:21.

In den anschließenden Minuten betrieb Gommerns Mannschaft noch etwas Ergebnis-Kosmetik.

Schumann und Kurze überzeugen

Neben dem insgesamt zehnfachen Torschützen Schumann ist mit Sicherheit noch Stendals Keeper Kurze als Sieggarant hervorzuheben. Er kommentierte das Match so: „In der ersten Hälfte hat unser Spiel im Angriff noch nicht gut funktioniert. Danach haben wir eine Topleistung abgerufen.“

Sein Coach Jörg Schulze resümierte: „Als wir unsere Fehlerquote stark minimiert hatten, klappte es richtig gut in unserem Spiel.“

Statistik

HV Lok Stendal: Kurze, Götzky, Vogel - Schumann 10, Leinung 3, Stephan 3, Rosentreter 5, Sens 1, Grimmer 1, Ryssmann, Görnemann 1, Gercke 6.