Magdeburg/Stendal l In der Handball-Verbandsliga Nord haben die Männer des HV Lok Stendal ihr viertes Saisonspiel, auswärts beim BSV Magdeburg, am Ende sehr deutlich mit 23:36 (12:14) verloren.

Damit belegen die Altmärker nunmehr mit 4:4 Punkten den siebenten Tabellenplatz. Die Landeshauptstädter, zuvor noch ohne Pluspunkt, haben die Abstiegsränge hinter sich gelassen.

HV Lok zwischenzeitlich mehrfach vorn

Dabei fing die Partie in der Landeshauptstadt für die Altmärker gar nicht schlecht an. Zwar ging Gastgeber BSV in der vierten Spielminute mit 2:0 in Führung und lag nach sieben Minuten 4:2 vor, doch die Altmärker hielten danach richtig gut dagegen.

Aus dem 2:4-Rückstand machten sie bis zur 13. Minute eine eigene 7:5-Führung (Tom Schumann). Danach nahmen die Magdeburger ihre erste Auszeit. Die fruchtete, der BSV legte wieder vor und erarbeitete sich bis zum Ende der ersten Spielhälfte einen Zweitore-Vorspung (14:12).

Individuelle Fehler nach der Halbzeitpause

Mit Wiederbeginn arbeiteten die Gäste nicht konzentriert genug. Innerhalb der ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit fingen sie sich fünf Gegentreffer ein, ohne dass sie selbst einen Angriff erfolgreich abschlossen.

Erst nach dem 19:12 für den BSV markierte Eric Leinung wieder ein Stendaler Tor. So richtig fanden die Altmärker danach nicht wieder in ihr Spiel. Sie mussten nun natürlich viel mehr riskieren und machten dadurch besonders in der Offensive deutlich mehr Fehler, was die junge Magdeburger Mannschaft zu zahlreichen Kontern nutzte, die zumeist erfolgreich abgeschlossen wurden.

Zehntore-Rückstand in der 40. Minute

In der 40. Spielminute hieß es bereits 23:13 und diesen Zehntore-Vorsprung baute der Gastgeber über 32:18 (50.) bis zum sehr deutlichen Endstand aus.

„Wir haben uns als typischer Aufbauhelfer für diese zweifellos talentierte Magdeburger Mannschaft erwiesen. Entscheidend war, dass wir dem Gegner zu viele Kontermöglichkeiten überließen. Eine gute Leistung hat in dieser Partie Eric Leinung geboten“, so Stendals Trainer Jörg Schulze zurückblickend.

Hinter dem bislang besten Torschützen der Liga, Sebastian Marmuth (Post Magdeburg, 34 Treffer) liegt übrigens Stendals Linkshänder Ludwig Gercke zusammen mit Noah Bertram (SG Seehausen, jeweils 29 Torerfolge) auf Platz zwei des entsprechenden Klassements. Dem Duo folgt Philipp Kiebach von der HSG Osterburg (28).

Am kommenden Wochenende (31. Oktober/1. November) sind die Stendaler Handballmänner planmäßig spielfrei. Dagegen tragen die HSG Osterburg (gegen Spitzenreiter SV Langenweddingen) und SG Seehausen (gegen SV Irxleben) am Sonnabend jeweils Heimbegegnungen aus.

Statistik

HV Lok Stendal: Kurze, Vogel - Schumann 4, Gercke 7, Leinung 4, Krähe 2, Stephan, Rosentreter 3, Sens, Tembe 1, Görnemann, Ryssmann, Elsner.