Gommern/Stendal l In der Verbandsliga Nord der Handballmänner hat der HV Lok Stendal am Sonnabend sein Auswärtsspiel bei Eintracht Gommern sehr deutlich mit 20:38 (9:14) verloren. Der Gastgeber nahm damit Revanche, denn das Hinspiel hatten die Altmärker mit 30:25 für sich entschieden.

Gewinnansprüche in Gommern konnten sich die Stendaler bereits vor dem Match abschminken, denn sie traten mit acht Akteuren an, während Gommern zwölf Spieler aufbieten konnte.

Personelle Lage spitzt sich zu

Die Altmärker durchleben derzeit eine ähnlich schwere personelle Krise, wie sie in der ersten Halbserie der Saison 2018/19 bestand. Im Herst 2018 stellte sich das Team von allein auf, musste fürchten abzusteigen. In der zweiten Halbserie gelang mit aufgefülltem Kader jedoch noch der Klassenerhalt.

Beim Spiel in Gommern ging der Gastgeber zunächst mit 2:0 in Führung, ehe Ludwig Gercke der Anschlusstreffer gelang. Danach enteilte die Eintracht-Mannschaft. Immerhin hielten die Gäste in der ersten Halbzeit noch recht ordentlich mit.

Nach 30 Spielminuten hieß es 14:9 für Gommerns Mannschaft. Danach bauten die Gastgeber die Führung kontinuierlich aus.

Ryssmann muss vorzeitig runter

Stendals Marcus Ryssmann sah in der 58. Minute die Rote Karte (ohne Bericht).

„Natürlich war uns klar, dass dieses Spiel in Gommern äußerst schwierig für uns wird. Wir hätten die Höhe der Niederlage eindämmen können, wenn wir im Angriff konzentrierter gewesen wären. So kamen die Gastgeber zu einer Masse von Kontertoren“, resümierte Stendals Coach Frank Ziekau. Zum Glück steht sein Team bei bereits 19 Pluspunkten.

Die personelle Situation wird in den nächsten ein, zwei Wochen bei den Altmärkern auf jeden Fall nicht besser werden. Im Gegenteil, Eric Leinung bestritt in Gommern sein vorerst letztes Spiel. Ein halbes Jahr fällt er aus dienstlichen Gründen aus.

Jugend wird integriert

„Wir müssen mehr denn je auf unsere A-Jugend setzen. In diesen Tagen erreichen einige Spieler das Alter, um bei den Männern mitspielen zu können“, betonte Frank Ziekau.

Statistik

HV Stendal: Vogel 1 - Schumann 4, Gercke 4, Leinung 2, Krähe 2, Tembe 4, Grimmer, Ryssmann 3.