Seehausen l Die SG Seehausen hat ihr Heimspiel in der Handball-Verbandsliga Nord der Männer gegen den SV Langenweddingen mit 27:23 (14:16) für sich entschieden.

Trainer Leo mit gutem Gespür

Dass die Bördekreisler am Ende keine 25 Tore werfen, wusste Seehausens Trainer Frank Leo schon irgendwie im Vorfeld. „Langenweddingen wirft keine 25 Tore bei uns“, sagte er am Freitagvormittag und „ich hatte Recht“, sagte Leo nach Spielschluss mit einem Grinsen im Gesicht.

Doch dazu benötigte es eine Steigerung, besonders in der zweiten Halbzeit in der Abwehr, denn in den ersten 30 Minuten kamen die Langenweddinger zu einfachen Toren, auch weil SG-Keeper Christopher Nöring keine Hand an den Ball bekam.

Es dauerte jedoch bis in die zweite Minute rein, bis Oliver Wille einen Konter der Gastgeber zur 1:0-Führung verwertete. Danach ging es bis zum 5:5 (Benjamin Mittag, 9.) ausgeglichen weiter. Zwei Tore von Erik Lewin, den die Seehäuser eigentlich aus dem Spiel nehmen wollten, brachten den SVL mit 5:7 in die Vorhand und als Clemens Schmelzer zum 6:8 einwarf, folgte die Auszeit der Heimmannschaft.

Spiel vor der Pause offen

Die knappe Zwei-Tore-Führung konnten die Langenweddinger aber nicht halten. Mittag glich in der 18. Minute zum 8:8 aus, da die Seehäuser auch in der Abwehr auf eine 5:1-Formation umstellten.

Das fruchtete bis kurz vor der Halbzeitsirene, denn Sebastian Ebel stellte per Doppelpack auf 14:16.

Nervenstärke in der Schlussphase

In den zweiten 30 Minuten stellte Coach Leo seine Abwehr um und Gunnar Menofs und Christian Walenciak besorgten den 16:16-Ausgleich. Die Partie ging in der Folge ausgeglichen weiter bis zum 20:20 (Lewin, 44.). Alexander und Christian Söhnel brachten die Seehäuser erstmals mit zwei Toren in Front 22:20 (46.). Der Gast nahm eine Auszeit und brachte danach sogar den siebenten Feldspieler bei Ballbesitz. Das störte die Seehäuser keineswegs und sie bestraften es in der 48. Minute, als SG-Keeper Nöring zum 24:21 erfolgreich war.

Auch wenn zu diesem Zeitpunkt noch zwölf Minuten zu spielen waren, glaubte keiner mehr an eine Wende und SG-Trainer Leo hatte am Ende Recht, dass Langenweddingen keine 25 Tore in Seehausen wirft.

Leo zieht durchwachsenes Fazit

„In der ersten Halbzeit haben wir in der Abwehr keinen Zugriff bekommen. Die Hüftwürfe haben uns weh getan und da hat der Torwart keine Chance, weil er den Ball zu spät sieht. In der zweiten Halbzeit haben wir in der Abwehr ein bisschen umgestellt, unseren Block gestellt und nur acht Gegentore bekommen. Das zeigt alles, dass wir vorne die einfachen Tore machen konnten, wobei wir noch viel weggeworfen haben. Wir haben es uns unnötig schwer gemacht. Aber, das war ein verdienter Sieg für uns“, resümierte Leo nach dem Spiel.

Nun steht das Nachholspiel gegen den LSV 90 Klein Oschersleben an. Der Anwurf erfolgt um 16 Uhr in der Sporthalle in Werben.

Statistik

SG Seehausen: Nöring 1, Helge - Mittag 3, Herzan genannt Bertram 2, Müller 3, Cornehl, O. Wille 2, Walenciak 4, Menofs 2, C. Söhnel 2, F. Wille, Wagener, A. Söhnel 8.

Siebenmeter: 10/8

Zeitstrafen: 1