Stendal l Die Verbandsliga-Handballmänner des HV Lok Stendal haben ihr Auswärtsmatch bei Schlusslicht Biederitz überraschend mit 23:30 verloren. Das Osterburger HSG-Team gewann dagegen in Irxleben mit 32:31 (17:13).

HV Lok wird eiskalt erwischt

Die Stendaler wurden beim Schlusslicht in Biederitz eiskalt erwischt. „Hauptsächlich lag das an der lausigen Chancenverwertung. Bereits in der Startphase, die sonst bei uns recht gut ist, wurden vier gute Möglichlichkeiten vergeben. Und das zog sich über das ganze Spiel“, so HVL-Trainer Jörg Schulze.

Zudem verschleppten die Gastgeber von Beginn an das Tempo. Damit kamen die selbst einen besonders schnellen Stil pflegenden Gäste nicht zurecht. Sie erreichten zwar mehrfach unentschiedene Stände (1:1, 3:3, 4:4), doch Biederitz setzte sich dann ab. Zur Pause stand es 12:10.

Stendaler bauen Abstiegskandidaten auf

Auch zu Beginn der zweiten Hälfte, als man ein Aufbegehren der Altmärker erwartete, ließen die Biederitzer nicht viele gute Torchancen für die Gäste zu. Wenn doch, dann wurden diese durch die Stendaler Spieler zumeist vergeben.

In der 44. Minute stand es 21:14, das war die Entscheidung in der Partie. Stendals Team hat den Abstiegskandidaten Nummer eins aufgebaut.

Statistik

HV Lok Stendal: Vogel, Götzky - Schumann, Gercke 1, Leinung 4, Krähe 2, Stephan, Rosentreter 10, Sens, Tembe 3, Görnemann 2, Grimmer, Elsner 1.

Die Osterburger Mannschaft eroberte durch einen 32:31-Auswärtssieg beim Tabellen-Vorletzten SV Irxleben die Führung des Verbandsliga-Klassements zurück. Das auch, weil der bisherige Spitzenreiter Post Magdeburg bereits am Freitag bei Eintracht Gommern mit 23:25 unterlag.

HSG Osterburg verliert den Faden

„Wir haben 50 Minuten lang gut gespielt, dann aber den Faden verloren“, so schätzte HSG-Co-Trainer Florian Skorz die Leistung seiner Mannschaft ein.

Die ging durch Treffer von Paul Zierke und Sebastian Papendiek mit 2:0 in Front, danach aber egalisierten die Gastgeber den Spielstand in der ersten Hälfte der Begegnung mehrfach. Kurz vor der Halbzeitpause brachte Philipp Kiebach die Gäste mit drei Treffern Differenz in Führung (12:15). Zur Halbzeitpause lautete der Spielstand 13:17.

Acht-Tore-Führung für Osterburg

Gleich nach dem Wiederbeginn erhöhten Thomas Kuhlmann und Christoph Borzucki den Spielstand auf 13:19 (32.). Da sollte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Zu Beginn der letzten zehn Minuten vor Ende der Begegnung hieß es nach einem Treffer von Osterburgs Stefan Prax gar 17:25.

Doch zu jenem Zeitpunkt gingen die Gastgeber zu einer anderen, sehr offensiven Abwehrstruktur über - 3:3. „Damit kamen wir überhaupt nicht klar, haben zu viele Fehler gemacht und den Kontrahenten zu einfachen Toren förmlich eingeladen“, so Co-Trainer Skorz.

Die Gastgeber kamen bedrohlich nah, dennoch klappte es mit einem weiteren Auswärtssieg für die ostaltmärkische HSG, die die Konkurrenz an der Spitze damit weiterhin gehörig unter Druck setzt.

Statistik

HSG Osterburg: Feindt - Brand 2, Prax 2, Kiebach 1, Th. Kuhlmann 7, A. Kuhlmann 4, Papendiek 4, Skorz 2, Borzucki 6, Zierke 3, Hahne 1.