Kläden l Der Deutschland-Cup der U 18 im Bohlekegeln im ostaltmärkischen Kläden ist ein riesiges Erfolgserlebnis gewesen. Die Mannschaft aus Sachsen-Anhalt hat sich erstmals den Titel gesichert.

Riesen Jubel in der Kegelhalle

Gab es vor einigen Wochen lange Gesichter und Tränen, als an gleicher Stelle das Team von Sachsen-Anhalt bei der U 23 disqualifiziert wurde, so herrschte diesmal riesen Jubel, waren doch mit Jana Kemper-Kohlhase und Luise Mai zwei Sportlerinnen vom gastgebenden Verein mit am Sieg beteiligt.

Die Kegelhalle in Kläden, eine der modernsten in ganz Deutschland, war an beiden Tagen prall gefüllt. Es herrschte Stimmung wie im Fußballstadion. Jede Kugel die über die Bahn lief wurde frenetisch bejubelt. Und wenn alle Holz fielen, stieg die Lautstärke noch einmal an.

Klädener SV ein hervorragender Gastgeber

Der Klädener SV hatte wieder gute Vorarbeit für dieses Ereignis geleistet. „Wie haben 14 Tage gebraucht, um alles wieder hinzurücken“, sagte Andreas Mai vom Gastgeber, der bei diesen Veranstaltungen nicht nur den Hut auf hatte, sondern auch noch als Trainer und Betreuer mitwirkte. Mai und seine Mitstreiter hatten beste Voraussetzungen für alle Sportler geschaffen.

Am Sonnabendvormittag ging es standesgemäß los. Die Teilnehmer aus acht Bundesländern marschierten ein. Es wurde die Nationalhymne gespielt. Es folgte die Begrüßung durch Vereinschef Heiner Kumpe. Zudem waren weitere zahlreiche Ehrengäste und Funktionäre des Kegelsports vor Ort und richteten einige Worte an die Sportler. Danach ging es mit der ersten Vorrunde los. Im Modus Jeder gegen Jeden wurde bei Paare männlich, Paare weiblich und zwei Mixpaare gespielt. Die jeweiligen Sieger heimsten sieben Zähler für ihr Bundesland ein. So kamen nach der Vorrunde Sachsen-Anhalt und Brandenburg auf 24 Zähler, lagen somit in Führung.

Beste Teams spielen das Finale

Nach einem Handicap-Lauf, an dem fünf Athleten teilnahmen und der von Marlon Kröger (Schleswig-Holstein) mit 876 Holz gewonnen wurde, ging es nach dem gleichen Modus in die zweite Vorrunde. Am Ende des Tages qualifizierten sich die beiden besten Mannschaften für das Finale am Sonntag. Die weiteren Vertretungen spielten die nächsten Platzierungen aus.

Brandenburg und Sachsen-Anhalt lagen gleichauf mit zwei Zählern Vorsprung vor Schleswig-Holstein. Somit war noch reichlich Spannung in dem Wettkampf. Die Brandenburger drehten weiter mächtig auf und holten sich mit 48 Punkten schließlich den Vorrundensieg. Knapp dahinter folgte Sachsen-Anhalt mit 45 Zählern. Damit stand das Finale für Sonntag fest. Schleswig-Holstein, kam auf 39 Punkte, und Berlin, 31 Punkte, qualifizierten sich für das Bronzematch.

Neuer Modus

Am Sonntag ging es ab 9 Uhr weiter. Die Platzierungen wurden jetzt nach dem Modus Einzel männlich, Einzel weiblich, Doppel männlich und weiblich, sowie ein Mix, ausgetragen.

Und Sachsen-Anhalt setzte gleich ein fettes Ausrufezeichen, gewann beide Einzel und lag somit 2:0 in Führung. Also stand Gegner Brandenburg schon mächtig Zugzwang, um nicht schon frühzeitig das Match zu verlieren. Die Brandenburger schafften den Anschluss. Doch danach machte Sachsen-Anhalt Nägel mit Köpfen und setzte sich mit 4:1 durch. Damit war der Titel eingefahren und es herrschte Hochstimmung in der Kegelhalle.

Spannender Kampf um Bronze

Spannend war es beim Kampf um Bronze. Hier stand es nach Einzel und Doppel 2:2 zwischen Schleswig-Holstein und Berlin. Das Mix musste entscheiden. Schleswig-Holstein hatte hauchdünn die Nase vorn. Auf den weiteren Rängen folgten Mecklenburg-Vorpommern und nach einem Stechen Niedersachsen sowie Bremen.

Die Nordlichter aus Bremen erhielten bei der Siegerehrung die rote Laterne und mussten zur „Strafe“ auch ein Weihnachtslied zum Besten geben. Danach wurde Sachsen-Anhalt mit Gold geehrt und es gab laute Jubelschreie zu hören. Jana Kemper-Kohlhase und Luise Mai wurden für den Beobachtungskader der Nationalmannschaft 2020 nominiert.