Grieben l 1976 wurde der Kraftsport in Grieben aus der Taufe gehoben. Vater des Projekts war Peter Wunsch, der damit Grieben in der damaligen DDR und später in Deutschland bekannt gemacht hat.

Samswegen hat gekniffen

„Samswegen hat damals gekniffen. Ich glaube, das war 1994 oder 1995.“

Wurde nach der politischen Wende vom stärksten Dorf Deutschlands (oder sogar der Welt) gesprochen, fielen sofort zwei Namen: Samswegen (Gewichtheben) und Grieben (Kraftsport).

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„Wir wollten einen Kampf um das stärkste Dorf. Aber Samswegen hat damals gekniffen. Ich glaube das war 1994 oder 1995“, erinnert sich Wunsch.

„Holm ist früher bei Wind und Wetter jeden Tag zum Training gekommen.“

Ausgetragen sollte der Wettkampf im Kniebeugen und Kreuzheben. „Das gehörte auch zum Training der Gewichtheber“, meinte Wunsch.

Machus ein Ehrengast

Jetzt nach 40 Jahren haben die Griebener alle Kraftsport-recken aus der vergangenen, aber auch aus der jetzigen Zeit eingeladen. Es kam als Ehrengast sogar Manfred Machus, der 16-fache DDR Meister und bekanntester Kraftsportler der ehemaligen DDR aus Magdeburg. Die damaligen Griebener Kraftsportler hatten es in alle Teile Deutschland verschlagen. Holm Lichtenfeld, der jetzt in Russland wohnt, kam extra aus Moskau zu dieser Veranstaltung angereist. „Holm ist früher bei Wind und Wetter jeden Tag sieben Kilometer Feldweg zum Training gekommen“, erinnert sich Wunsch. „Er hat mir gesagt, diesen Zusammenhalt unter den Sportlern kennt er gar nicht mehr, die Veranstaltung hat ihm sehr gut gefallen. Er denkt deshalb sogar an eine Rückkehr nach Deutschland, in unsere Region.“

Thomas Webel zu Gast

Welchen Bekanntheitsgrad Grieben noch in der Szene hat, beweist die Tatsache, dass mit Thomas Webel der Präsident des Gewichtheberverbandes Sachsen-Anhalt die Veranstaltung besuchte. Er unterstrich in seiner Rede die Wichtigkeit der weiteren Nachwuchsförderung in der Sportvereinen.

Persönliche Geschenke

Persönliche Geschenke von Wunsch bekamen Mike Nikolaizig, Norbert Dittrich, der jetzige Abteilungsleiter Kraftsport des SV Grieben, Axel Gent und Dieter Scherff. Für alle Gäste war es am Sonnabend ein unvergesslicher Abend: „Vielen Dank an die Sponsoren und der Gemeinde Grieben für die Unterstützung. Sehr schade fand ich, dass von der Stadt Tangerhütte keinerlei Unterstützung gekommen ist“, sagte Wunsch abschließend.