Tangermünde l Darüber waren viele Experten ein wenig überrascht, war doch Vorjahressieger Jens Santruschek (Bretten) erneut der große Favorit über die Marathonstrecke.

Warum hat es nicht mit der Titelverteidigung geklappt? „Ich war am Ende einfach ausgebrannt, hatte keine Energie mehr. Nach 30 Kilometern war der Ofen aus“, begründete Santruschek seinen Einbruch kurz vor dem Ziel.

Lokalmatador Piec nutzte die Gunst der Stunde und zog etwa einen Kilometer vor dem Zielstrich am Favoriten vorbei.

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Im Ziel war der Tangermünder dann locker drauf. Völlig anders als Santruschek, der noch einige Zeit nach Zielankunft beim Auslaufen gestützt werden musste. „Ich wollte während des Rennens dreimal aufhören. Aber der Drittplatzierte war weit weg, so dass ich dann doch ins Ziel gelaufen oder leicht gejoggt bin“, erklärte Santruschek.

2200 Anmeldungen

Insgesamt hat es 2200 Voranmeldungen für die verschiedenen Strecken des Elbdeichmarathons gegeben. „Wir mussten sogar noch einige Transponder organisieren. Die 2000 Finisher haben wir dann nicht ganz geschafft. Es waren 1960 und damit 114 mehr als im vergangenen Jahr, wo wir 1846 Finisher hatten“, sagte Bernd Ebert, der wieder gemeinsam mit Jens Projahn für die umfangreiche Zeitmessung zuständig war.

Insgesamt kann die Jubiläums-Veranstaltung bei bestem Wetter in Tangermünde wieder als ein großer Erfolg eingestuft werden. Die gesamte Organisation war, wie gewohnt, perfekt. Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff, der den Startschuss für den Marathon gab: „Einen Extraapplaus für die Gastgeber“.

Wie aber fand Santruschek die Strecke: „Die erste Runde bis Schelldorf macht Spaß, dann ist es sehr einsam“.

Vielleicht ist ihm auch deshalb einige Energie verloren gegangen, vielleicht ist er aber auch zu schnell gestartet.

Der Zweitplatzierte hat jetzt erst einmal ganz andere Ziele vor seinen Augen. „Ich will beim Frankfurt-Marathon Deutscher Meister in der M 35 werden“.