Blankenburg l Denkbar knapp standen die Oldies der Spielgemeinschaft VfB & BFV Blankenburg/Stahl Thale vor der Teilnahme an der Deutschen Kleinfeld-Meisterschaft in Saarbrücken, wo so bekannte Mannschaften wie Bayern München und Hertha BSC mitspielen. Als hervorragender Dritter der NOFV-Meisterschaften verpassten die Harzer das Ticket nur um einen Rang.

Durch die dreistündige Anreise fand die SG Blankenburg/Thale gegen Stahl Riesa schwer ins Spiel. Nach einem frühen Rückstand unterlagen die Harzer dem Vertreter aus Sachsen mit 0:3. Damit war schon das nächste Vorrundenspiel gegen den NSF Gropiusstadt 1907 entscheidend, ob es eine Kaffeefahrt nach Berlin wird oder die Chance auf Finalspiele erhalten bleibt. Die Ansprache und Umstellungen von Trainer Ralf Seidel verfehlten ihre Wirkung nicht. Aus einer sicheren Abwehr wurde immer wieder der überragende Oliver Jabusch in Szene gesetzt. Mit einem Doppelpack schoss der Thalenser Torjäger die Harzer zum 2:0-Sie­g. Im nächsten Gruppenspiel gegen den Landesmeister aus Mecklenburg-Vorpommern, 1. FC Neubrandenburg, war die Taktik genauso ausgerichtet. Wiederum agierte die Abwehr um Heiner Wiedemann sehr abgeklärt, im Sturm verwertete Oliver Jabusch die genauen Zuspiele aus Mittelfeld und Abwehr und erzielte wiederum beide Treffer zum 2:0-Sieg.

Im Halbfinale der Vizemeister

Im Halbfinale wartete mit dem Titelverteidiger und Deutschen Vizemeister von 2014, der SG Neuhausen/Cämmereswalde, ein ganz dicker Brocken. Der sächsische Landesmeister, der letztlich auch die NOFV-Meisterschaft vor Hertha BSC Berlin gewann, gestaltete die Partie gegen eine durch Verletzungen gehandicapte SG Blankenburg/Thale überlegen und zog mit einem verdienten 2:0-Sieg ins Finale ein.

Damit war das Ticket für die Deutsche Meisterschaft zwar dahin, dennoch mobilisierten die Harzer im erneuten Aufeinandertreffen mit dem Vorrundengegner NSF Gropiusstadt 1907 alle Kräfte, um den Bronzerang und damit die beste Platzierung für ein Team aus Sachsen-Anhalt bei den NOFV-Meisterschaften der Ü50-Senioren perfekt zu machen. Wieder schoss Oliver Jabusch die Spielgemeinschaft in Führung. Diese hielt bis kurz vor Schluss, ehe ein unglückliches Eigentor zum Ausgleich führte.

Im Neunmeterschießen kam der große Auftritt von Keeper Thomas Große. Nachdem Heiner Wiermann verschoss, parierte er den folgenden Schuss des Gegner in toller Manier. Anschließend jagte Thomas Schneevoigt den Ball in den Himmel, doch auch Große ahnte wieder die richtige Ecke und parierte. Da Oliver Jabusch seinen Neunmeter verwandelte, begannen die drei Akteure beider Teams von vorn. Während diesmal alle drei Schützen der SG Blankenburg/Thale sicher verwandelten, verschoss ein Berliner Spieler.

Der Jubel unter den Beteuern und Spielern über den dritten Platz bei der NOFV-Meisterschaft war riesengroß, als Zugabe wurde Oliver Jabusch (5 Tore) als bester Torschütze des Turniers ausgezeichnet. Allerdings herrschte auch etwas Traurigkeit über die knapp verpasste Qualifikation für die Deutsche Meisterschaft.

SG Blankenburg/Thale: Große (Stahl Thale) - Mehnert, Seidel (beide BFV), Janicki, Wiermann, Jabusch (alle Stahl Thale), Fischbach, Schneevoigt, Preuß (alle BFV), Rogeè, Krohn (beide VfB).