Wernigerode l Die Red Devils haben in der Best-of-3-Halbfinalserie das erste Spiel gegen den TV Lilienthal denkbar knapp verloren. Nach starkem Beginn der Roten Teufel zwangen kämpferische Gäste die Wernigeröder in die Verlängerung. Die Entscheidung fiel im Penaltyschießen.

Starke Anfangsphase der Red Devils

Das erste Playoff-Halbfinalspiel war an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten. Der einzige Wermutstropfen dieser Partie war, dass die gastgebenden Roten Teufel nach einer starken Anfangsphase und einer 5:1- und 6:2-Führung das Spiel am Ende aus der Hand gegeben haben.

Vor 347 Zuschauern erwischten die Wernigeröder gegen den amtierenden Deutschen Vize-Meister einen sensationellen Start. Nach 16 Sekunden hämmerte Vojta Krupicka den Ball zur 1:0-Führung in die Maschen. Nur wenige Minuten später ließ Juha-Pekka Kuittinen einen Doppelpack zum 3:0 folgen und kurz darauf legte Kevin Starck zum 4:0 nach.

Lilienthal gibt Lebenszeichen ab

Die teuflischen Fans waren verzückt vom sensationellen und euphorischen Start, doch es waren gerade einmal acht Minuten gespielt und somit noch lange nichts entschieden. Gegen Mitte des ersten Drittels gaben die Lilienthaler Wölfe mit ihrem ersten Treffer ein erstes Lebenszeichen, doch Juha-Pekka Kuittinen stellte wenig später mit seinem dritten Tor den alten Abstand wieder her.

Die Mannschaft von Devils-Coach Gary Blume startete mit einer komfortablen Viertoreführung in den zweiten Abschnitt. 53 Sekunden nach Wiederanpfiff verkürzte Lilienthal zum 5:2, doch erneut war es der überragend aufspielende Finne Juha-Pekka Kuittinen, der prompt zum 6:2 nachlegte.

Red Devils nutzen Chancen nicht

Im weiteren Verlauf des zweiten Drittels kämpften sich die Gäste nach und nach zurück ins Spiel und verkürzten durch Janos Bröker zum 6:3. Die Red Devils nutzten in dieser Phase ihre Chancen nicht konsequent genug und ließen andererseits der Lilienthaler Mannschaft zu viel Raum. Insbesondere im Überzahlspiel präsentierten sich die Wölfe eiskalt: Drei im Spiel verhängte Strafen nutzte Lilienthal zu drei Toren, so auch gegen Ende des zweiten Abschnittes durch Mark-Oliver Bothe zum 6:4.

Zu Beginn des Schluss­drittels ließ Juha-Pekka Kuittinen mit seinem fünften Tor zur 7:4-Führung den Sieg in greifbare Nähe rücken, doch der TV Lilienthal nutzte in der Schlussphase seine besagte Stärke im Überzahlspiel: Eine Zweiminutenstrafe gegen Oskar Grönman und wenig später gegen Arian Trützschler bestraften die Gäste gnadenlos. Es stand nur noch 7:6. Eine anschließende Überzahlsituation ließen die Red Devils ungenutzt, so dass sich die Lilienthaler Wölfe ins Spiel bissen.

Entscheidung im Penaltyschießen

Die Wernigeröder behaupteten die Eintoreführung bis kurz vor Ende, doch Mark-Oliver Bothe machte den Sieg streitig. Beim Stand von 7:7 ging es in die Verlängerung. Die maximal zehnminütige Overtime verlief torlos und brachte keinen Sieger hervor, bot aber ein echtes Herzschlagfinale. Die Entscheidung fiel im Penaltyschießen. Der TV Lilienthal war am Ende konsequenter und sicherte den Sieg im ersten Playoff-Halbfinalspiel.

„Die Niederlage ist natürlich mehr als bitter. Wir brauchen weiterhin zwei Siege, um die Serie zu gewinnen. Wir haben relativ schnell nach dem Spiel analysiert, an welchen Stellschrauben wir drehen müssen und ich vertraue meiner Mannschaft zu einhundert Prozent, dass wir das Ruder rumreißen werden.“, so Devils-Coach Gary Blume.

Torfolge: 1:0 Vojta Krupicka (00:16), 2:0 Juha-Pekka Kuittinen (06:29), 3:0 Juha-Pekka Kuittinen (07:48), 4:0 Kevin Starck (07:54), 4:1 Jami Veijalainen (12:21), 5:1 Juha-Pekka Kuittinen (16:42), 5:2 Mark-Oliver Bothe (20:53), 6:2 Juha-Pekka Kuittinen (25:22), 6:3 Janos Bröker (32:22), 6:4 Mark-Oliver Bothe (37:03), 7:4 Juha-Pekka Kuittinen (45:22), 7:5 Mark-Oliver Bothe (50:14), 7:6 Niklas Bröker (50:56), 7:7 Mark-Oliver Bothe (59:39).

Red Devils: Bothe, Einecke, Krupicka, Trützschler, Iskanius, Starck, Grönman, Bandrock, Kuittinen, Lomakin, Michaelis, Zilling, Jokela, Hellmund, Brandt.