Ilsenburg l Am kommenden Wochenende sind dann wieder alle drei Harzer Teams im Einsatz. Am Reformationstag musste der FSV Grün-Weiß Ilsenburg in Staßfurt eine knappe Niederlage quittieren. Mit 0:1 unterlag die Elf von Trainer Karsten Armes beim SV 09 Staßfurt. Dabei ging es über 90 Minuten sehr körperbetont zu, mit dem unglücklicheren Ende für den FSV.

Staßfurt-Partie hinterlässt Spuren

„Aufgrund der hohen Intensität müssen wir heute unsere Schäfchen zählen mit Blick auf Sonnabend“, fasste Teamleiter Jürgen Schröder die Partie vom Mittwoch zusammen. Ilsenburg kehrte mit einigen verletzten und angeschlagenen Kickern zurück. Heute wird man sehen, wie schwerwiegend. Marco Raue (Knöchel) und Konrad Babeczko (Knie) müssen sich genaueren Untersuchungen unterziehen. Schröder: „Es gab ordentlich auf die Strümpfe. Dennoch waren wir nah dran, bis zur 89. Minute sah es ergebnistechnisch gut aus.“

Bei schönem Wetter wurde auf Kunstrasen gespielt, da geht es traditionell schneller und intensiver zur Sache. So war es auch in Staßfurt. Auch wenn viel Tempo im Spiel war, man traf sich hauptsächlich zwischen den Strafräumen. Staßfurt bekam vor allem Chancen nach Fehlern der Ilsenburger, so wie in der 3. und 14. Minute. Keeper Artur Ceglarek zeigte bei Torabschlüssen aber keinerlei Probleme. Halbzeit eins bot keine klaren Möglichkeiten. Das stand zumindest mit der hohen Intensität im Widerspruch.

Lucky-Punch des Gastgebers

Nach dem Kabinengang ließ der SV 09 nicht locker. Ilsenburg sorgte für zu wenig Entlastung. So kam es, dass in der Schlussphase der SV Staßfurt drückte. Max Moye, dem die FSV-Bank kurz zuvor bei Krämpfen noch unterstützt hatte, zielte in der 81. Minute etwas zu hoch für den Gastgeber. Der eingewechselte Markus Müller scheiterte zweimal (84., 89.). Weil es sich anbahnte, überraschte der 1:0-Treffer dann nicht mehr. Stefan Stein, nach langer Pause erstmals eingewechselt, kam aus zentraler Position frei zum Kopfball und traf. Der FSV schmiss alles nach vorne, probierte es hoch und weit per Freistöße. Marco Raue hatte aber kein Glück beim Abschluss. In der Nachspielzeit musste Jozef Ulicny mit Gelb-Rot vom Platz. Die Ilsenburger hätten sich da mehr Fingerspitzengefühl des Schiedsrichters erhofft.

Mit Hinblick auf das Calbe-Spiel am Sonnabend um 14 Uhr im Eichholz müssen die Verantwortlichen nun einige personelle Fragezeichen klären. Gegen die TSG mit ihrem Torjäger Thomas Hellige will der FSV siegen. Schröder: „Ein Remis bringt uns nicht weiter, davon haben wir auch schon genug.“

Statistik

FSV Grün-Weiß Ilsenburg: Ceglarek - Enigk, Bräunel, Himburg (89. Dzieciol), Babeczko (57. Stötzner), Tschiedel do Prado, Raue, Lozinski, Ankudowicz, Herlemann, Ulicny;

Tor: 1:0 Stefan Stein (89.);

Schiedsrichter: Tobias Menzel (Magdeburg);

Zuschauer: 95.

Wernigerode reist nach Gardelegen

Auf den FC Einheit Wernigerode wartet nach dem unglücklichen Pokalaus gegen Oberligist 1. FC Lok Stendal der nächste schwere Brocken. Es geht zum starken Aufsteiger nach Gardelegen zum Spitzenspiel. Der SSV ist momentan Dritter, Einheit Zweiter. Dabei hat der SSV den ebenfalls starken Aufsteiger aus Blankenburg verdrängt. „Deshalb erwarten wir einen bis in die Haarspitzen motivierten Gastgeber. Wir werden aber auf der Hut sein. Mit einer ähnlich couragierten Leistung wie gegen Stendal wollen wir versuchen dem Gastgeber den Schneid abzukaufen“, so Teamleiter Jens Strutz-Voigtländer. Personell gibt es zum Pokalspiel keine Veränderungen.

Der Blankenburger FV ist auf Wiedergutmachung aus. Das 0:7 beim SSV Gardelegen soll ein einmaliger Ausrutscher bleiben. Trainer André Dzial und Co. sind nun schon drei Spiele lang ohne Sieg. Nach dem beeindruckenden Saisonstart ging es darum zuletzt tabellarisch etwas runter. Beim Drittletzten Schwarz-Gelb Bernburg soll die Wende her.