Osterwieck l Nach dem 3:0-Sieg kletterte der SVE auf den zweiten Platz. Am ersten Dezemberwochenende empfing die Eintracht aus Osterwieck den SVL und leitete damit die Rückrunde ein. Auf tiefem Geläuf hatten zunächst beide Teams Probleme ins Spiel zu kommen und so war es ein Standard, der für den ersten Aufreger der Partie sorgte.

Osterwieck führt früh

Nach einer scharfen Hereingabe von Kevin Hildach lief Dennis Mzyk ein und nickte das Leder aus kurzer Distanz über die Linie (12.). Der Treffer gab dem Gastgeber Auftrieb, insbesondere da der SVL in der 26. Spielminute Kapitän Jerome Wegner auswechseln musste. Ihn ersetzte der 18-jährige Luke Ferdenus, der seine Aufgabe im defensiven Mittelfeld gut meisterte.

Weiterhin waren es die Standards, die zu gefährlichen Situationen für den Gastgeber führen sollten. Doch sowohl Hildach, als auch Tim Stingl scheiterten mit ihren ansehnlichen Versuchen am Querbalken. Dass die Führung zur Halbzeit nicht noch höher ausfiel, war auch Gäste-Schlussmann Christian Stosch zu verdanken, der gegen Andreas Jäger parieren konnte. Vom SVL kam zu wenig, um die Defensive der Osterwiecker in Bedrängnis zu bringen. Lediglich ein Abschluss von Jonas Seelhorst sorgte für etwas Unruhe.

Eintracht trifft in Drangphase der Gäste

Nach dem Seitenwechsel stellte das Trainergespann Robinson/Staat/Röder auf zwei Stürmer beim SVL um und forderte vom Team aggressiveres Pressing. Diese Veränderungen schien den Gastgeber kurzzeitig zu verunsichern und so wurde auch die Langensteiner gefährlicher. Bis zur 60. Minute war der Gast dominanter. Mitten in diese Phase hinein fiel der zweite Treffer. Nach einem Solo von Hildach folgte der perfekte Schnittstellenpass. Jäger überlupfte den herauslaufenden Stosch zum 2:0 (60.).

Der SVL versuchte dennoch weiter nach vorne zu spielen und hätte sich beinahe belohnt. Nach einem Eckball nickte Laurin Kreß das Spielgerät auf das Lattenkreuz. Im direkten Gegenzug folgte jedoch die Entscheidung. Nach einem Ballverlust im Aufbauspiel, konterte die Eintracht und Mark Schröder lief allein auf Stosch zu. Mit einer tollen Fußabwehr konnte dieser zunächst parieren, doch der Ball prallte vom Pfosten zurück vor die Füße von Schröder, der aus wenigen Zentimetern einschob (68.). Danach spielte der Tabellenzweite das Spiel souverän runter und verwaltete das Ergebnis. Mit diesem Derbysieg meldet sich Osterwieck im Aufstiegsrennen zurück, der SVL bleibt weiterhin im Abstiegskampf.

„Wir waren vor allem bei Standards brandgefährlich“, schätzte Frank Schulze von der Eintracht ein, „auch wenn der SVL dem 1:1 zwischendurch sehr nah war, das Ergebnis in diesem fairen Spiel geht so völlig in Ordnung“.