Derenburg l Der SV Langenstein hat als Finalist der Vorsaison die Hürde Eintracht Derenburg souverän genommen. Wie schon 2017 stand in Runde zwei das Nachbarschaftsduell im Rehtal an, die Landesklasse-Elf behauptete sich auch diesmal mit einem klaren 4:0-Sieg.

Eintracht Derenburg ist mutig

Obwohl Gästecoach Brüser auf fünf Akteure verzichten musste, ging Langenstein als klarer Favorit in diese Partie. Aber die Eintracht zeigte sich in den Anfangsminuten mutig, versuchte den Spielaufbau der Gäste früh zu stören. Das hohe Pressing ging aber zu Lasten der eigenen Defensivarbeit. So brauchte es oft nur einen langen Ball in die Spitze, um das Heimteam in Verlegenheit zu bringen.

Nach knapp 15 Minuten zappelte der Ball zum ersten Mal im Netz. Nach einem Einwurf in den Langensteiner Strafraum landete der Ball bei Tobias Abel, der volley in die Maschen traf. Der Jubel verebbte jedoch schnell. Langensteins Sebastian Kischel war beim Versuch, den Ball zu klären, heftig mit einem Spieler zusammengeprallt. Die Heimelf monierte, dass es ein eigener Mitspieler war, doch Schiedsrichter Siebert entschied auf Foulspiel. Nach einer Behandlungspause kämpfte sich der Langensteiner trotz starker Schmerzen im Rippenbereich zurück in die Partie. Sein aufopferungsvoller Einsatz verhinderte nicht nur das Gegentor, sondern sollte die eigene Führung einleiten.

Doppelpack von Marcel Röder

Der direkt folgende Freistoß landete bei Max Staat, der in Abwesenheit von Raik Rothe als Stürmer neben Holtzheuer agierte. Eintracht-Keeper Philip Kleinau verpasste die scharfe Hereingabe, Marcel Röder konnte ins verwaiste Tor einschießen (18.). Nur fünf Minuten später war es wieder Röder, der auf 0:2 erhöhte. Nach einem weiten Einwurf von Marcel Schröder zog Langensteins Linksaußen unhaltbar mit links ab.

Die Gäste hatten nun alles im Griff, vor allem Röder strotzte nach seinen beiden Toren nur so vor Selbstbewusstsein. Zwei weitere Abschlüsse von ihm hätten die Halbzeitführung noch in die Höhe treiben können. Einen tollen Volleyschuss konnte Derenburgs Schlussmann gerade noch parieren, kurz darauf schoss er haarscharf am Tor vorbei.

Mehr Spielanteile von Derenburg

Nach dem Seitenwechsel wurde der Gast nachlässiger und die Eintracht hatte deutlich mehr Spielanteile, konnte diese aber nicht in Chancen ummünzen. In der 56. Minute ging es dann bei Kischel nicht mehr weiter, für ihn kam Neuzugang Walter, der helfen sollte das Spiel wieder souveräner zu eröffnen. Ein „Flatterball“ von Marcel Schröder aus gut 30 Metern führte die Entscheidung herbei. Keeper Kleinau konnte den Ball nicht festhalten, Jerome Wegner schaltete am schnellsten und nickte zum entscheidenden 0:3 ein (63.).

Auch der vierte Treffer resultierte aus einem Schuss von Marcel Schröder. Vom Pfosten landete der Ball bei Marcel Röder, dessen Pass Daniel Holtzheuer nach energischem Einsatz gegen seinen Gegenspieler unter die Latte setzte. Die Langensteiner haderten in der Folge mit der robusten Spielweise der Platzherren, verwalteten den Vorsprung aber souverän. So stand der Vorjahresfinalist nach einem über weite Strecken wenig attraktivem Derby souverän im Viertelfinale.