Wernigerode (sch/ige) l Die Partie begann zerfahren, beide Teams konnten die ersten Chancen nicht nutzen. Den ersten Treffer erzielten die Hausherren nach über drei Minuten. Danach wogte die Partie hin und her, bis zum 3:3 (7.) konnte der Tabellenvorletzte aus Coswig mithalten. In der Folge wirkten die HVW-Spieler spritziger und konsequenter. Das spiegelte sich auch im Ergebnis wider, die Hausherren erspielten sich eine 10:6-Führung (18.). Gästecoach Sven Schiller nahm seine erste Auszeit, aber seine Spieler konnten das Ruder nicht herum reißen. Tor um Tor setzte sich die Heimmannschaft weiter ab, mit einer beruhigenden 17:10-Führung ging es in die Kabine.

Jahn liefert gute Partie als Kreisläufer

Nach dem Wechsel begannen die Gastgeber wieder konzentriert, aber im Abschluss setzten sie die Bälle häufiger ans Gebälk. Trotzdem konnten die Blau-Roten den Rückstand nicht verringern. In der 35. Minute betrug der Vorsprung erstmals zehn Tore (21:11). Immer wieder blieben die Elbestädter in der HVW-Abwehr hängen oder scheiterten am wieder sehr gut aufgelegten Michael Grawe. Niklas Schulze und Ole Christiansen standen im Mittelblock sehr gut und blockten zahlreiche Würfe. So wurde auch das Fehlen von Abwehrstratege Nils Christiansen sehr gut kompensiert. In der Offensive übernahm Marco Jahn die Position des Kreisläufers und lieferte nicht nur wegen seiner vier Tore eine starke Leistung.

Conradi glänzt erneut als bester Werfer

In der Offensive kamen die Wernigeröder wieder über viele einfache Tore nach Kontern zum Erfolg. Noah Balint und Lucas Conradi glänzten als sichere Vollstrecker. In der Folge konnten die Coswiger drei Siebenmeter nicht verwandeln, zudem haderte Trainer Sven Schiller mit den Unparteiischen. Die Unsicherheit im Spiel der Gäste wuchs weiter an, allerdings ließen auch die Hausherren zahlreiche Chancen ungenutzt oder haderten mit dem Wurfpech. Mitte der zweiten Halbzeit führte der HVW mit 26:14, den Blau-Roten gelang nun fast gar nichts mehr. Trainer Jens Kaufmann wechselte seine Reihen munter durch, am Ende stand ein klarer 32:16-Erfolg zu Buche.

Entsprechend klare Worte fand dann auch Coswigs Trainer Sven Schiller nach dem Spiel: „Wir hatten hier heute keine Chance, auch wenn ich nicht glücklich war mit manchen Entscheidungen der Unparteiischen. Aber die haben das Spiel nicht entschieden. Gratulation an Wernigerode für eine starke Leistung“. Sein Gegenüber Jens Kaufmann war froh, dass die Partie so gut lief: „Wir haben ja aktuell doch personelle Sorgen und man weiß nie, wie sich das auswirkt. Ich freue mich, dass Marco Jahn sein Debüt am Kreis so gut gemacht hat und dass die Abwehr um Niklas Schulze weiterhin einen guten Job macht. Michael Grawe ist in einer super Form. In eigener Halle sind wir sicher ein schwer zu bezwingender Gegner. Wir schauen aber jetzt schon wieder auf des nächste schwere Match in Apollensdorf, wir wollen auch das zehnte Spiel in Folge nicht verlieren.“

Statistik

HV Wernigerode: Grawe, Stein - O. Christiansen (2), Richter (1), Schulze, Balint (10), Conradi (11/2), Jahn (4), Eilers (2), Hoffmann (2)König, Günther;

Zeitstrafen: HV Wernigerode 3 - Blau-Rot Coswig 5

Siebenmeter: HV Wernigerode 2/2 - Blau-Rot Coswig 4/1