Wernigerode l Im Duell mit den Topteams der Bezirksliga zog sich der Gastgeber aber ordentlich aus der Affäre. Der Siegerpokal ging an den SV Langenweddingen II.

Halbfinale

Per Auslosung wurden die beiden Halbfinalbegegnungen gezogen, in 2 x 20 Minuten ging es zunächst um den Einzug ins Endspiel. Im Auftaktspiel buchte Germania Borne mit einem 23:20-Sieg über den SV Lok Oschersleben das erste Finalticket.

Der HV Wernigerode II traf im Reserveduell auf den SV Langenweddingen II, den Trainer Gero Meseck bereits im Vorfeld als Favoriten auf den Pokalsieg ausgemacht hatte. Trotz der deutlichen Niederlagen im Ligaspiel boten die Wernige­röder dem Gegner die Stirn und arbeiteten immer mehr an einer kleinen Sensation. Über die Stationen 3:5 (10.) und 6:7 zur Pause hielten die Gastgeber das Spiel bis zum 10:12 in der 32. Minute offen. Am Ende reichte die Leistung der HVW-Reserve insbesondere durch eine offensiv zu schwach geführte Schlussphase nicht, um ins Finale einzuziehen. Der SV Langenweddingen II behielt schließlich mit 16:10 die Oberhand.

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Im Spiel um Platz drei ging es für die Männer aus der „Bunten Stadt“ gegen den SV Lok Oschersleben. Voller Siegeswillen wirkten die Wernigeröder in der Anfangsphase wie entfesselt, sehenswerte Offensiv­aktionen in Kombination mit einer sicheren Abwehrleistung und einem in dieser Phase gut aufgelegten Torwart Olaf Dannewitz führten zu einer 7:2-Führung. Oscherslebens Trainer reagierte mit einer Auszeit, fortan agierte sein Team in der Verteidigung deutlich körperbetonter. So gelang den Wernigerödern bis zur Halbzeit nur noch ein Tor, der SV Lok kämpfte sich auf 8:7 heran.

Ausfall von Julian Sarovny

Mit dem Ausfall von Leistungsträger Julian Sarovny kam es vor allem im Angriff zu immer weniger Torchancen, nach Wiederanpfiff mussten die Hausherren zwölf Minuten auf einen Treffer warten. Zu diesem Zeitpunkt führte Oschersleben bereits mit 14:9, damit war die Partie entschieden. Am Ende siegten die Bördestädter mit 17:11, den Wernigerödern blieb nur der vierte Platz. Der Harz-Börde-Pokal 2019 ging an den SV Langenweddingen II, der sich im Finale gegen Germania Borne mit 17:13 durchsetzte.

Meseck schätzt Leistung ein

„Der heutige Saisonabschluss verlief nicht ganz nach unseren Vorstellungen. Natürlich wussten wir, dass unsere Chancen auf den Pokal sehr gering waren, allerdings hat man heute auch sehen können, dass wir zeitweise auch mit dem Pokalsieger mithalten konnten. Ein besseres Abschneiden blieb uns aufgrund einer sehr durchwachsenen Offensivleistung verwehrt. Das Final Four war unser letztes Ereignis für die Saison 2018/19. Nun bleibt abzuwarten, welche Veränderungen unter anderem in Form unseres Kaders für die nächste Saison auf uns zukommen. Aber wir sind motiviert, nächste Saison erneut anzugreifen und als Mannschaft Fortschritte zu machen“, bilanziert HVW-Trainer Gero Meseck das FinalFour.

Statistik

HV Wernigerode: Dannewitz - A. Bomeier (1/6), Reinert (1/2), Sarovny (2/1), Schaper (3/1), Kilian (1/-), Toerne (1/-), Salewski , Klug (1/-), Weber (-/1), Girrbach, Grünig

(Zahlen in Klammern: Tore gegen Langenweddingen/Tore gegen Oschersleben)