Ilsenburg l Schon seit längerer Zeit hat Vereinschef Michel Löwe bekannt gegeben, dass die Tradition des Klaus-Miesner-Gedenkturniers mit der 30. Auflage zu Ende geht. „Nachdem sich Lothar Schacke als langjähriger Verantwortlicher, was den Kontakt zu den Mannschaften anbelangt, zurückzieht, war es uns nicht mehr möglich, das Turnier fortzusetzen“, begründete Michael Löwe am Rande eines Pressetermin mit Hauptsponsor Harz Energie das Ende des Klaus-Miesner-Gedenkturniers.

„Lothar ist jetzt 76 Jahre, es ist eine einmalige Sache, dass die Verträge mit den Mannschaften quasi per Handschlag abgeschlossen wurden. Diese Aufgabe ist für uns als Organisatoren, die wir alle berufstätig sind, nicht zu stemmen. Und selbst für Lothar war es bei den sich ändernden, jüngeren Kontaktpersonen in den Vereinen immer schwieriger, den hohen Standard des Miesner-Turniers aufrechtzuerhalten“, berichtet Löwe.

Spiel statt Turnier?

„Wir hätten gern weiter gemacht und können uns nur bei allen bedanken, die das Turnier über 30 Jahre organisiert haben. Als örtliches Unternehmen, wie wir uns als HarzEnergie sehen, tragen wir gern dazu bei, dass solche Veranstaltungen in der Region stattfinden. Wir tun es gern, auch wenn das Miesner-Turnier vielleicht in kleinerer Form fortgesetzt wird“, sagte Frank Schaper, Geschäftsführer der Harz Energie Netz GmbH. „Eventuell ist es möglich, statt des Miesner-Turniers ein Spiel des SC Magdeburg gegen einen hochklassigen Gegner zu präsentieren, mit einem Harzderby unter Beteiligung unseres HV Ilsenburg als Vorspiel. Aber das muss erst mit den verantwortlichen Personen besprochen werden“, erzählte Michael Löwe.

Auch für den Vorsitzenden des HV Ilsenburg und seine Mitstreiter im Verein war es in jedem Jahr ein Kraftakt, das Programm und die nötigen finanziellen Mittel für das Miesner-Turnier zu organisieren. Die Bemühungen haben sich auch diesmal gelohnt, vom 9. bis 11. August wird sich nochmal ein hochklassiges Teilnehmerfeld in der Harzlandhalle präsentieren. Mit dem schweizer Meister Kadetten Schaffhausen und norwegischen Meister Elverum Handball, der sich bereits mit einem Anhang von über 40 Fans angesagt hat, sind zwei Champions-League-Teilnehmer mit von der Partie. Dazu mit den „Lokalmatadatoren“ vom SC Magdeburg und HK Malmö zwei internationale Topteams, die im EHF-Cup spielen. Als zweiter Bundesligist und Pokalverteidiger geht der TBV Lemgo ins Rennen, mit dem RK Celje ist der 22-fache slowenische Meister mit von der Partie.

Gespielt wird nach dem Modus der letzten beiden Jahre: An den ersten beiden Spieltagen werden die Platzierungen ausgespielt, die jeweiligen Tabellennachbarn spielen dann den fünften und dritten Platz sowie den Turniersieger aus.