Wernigerode l Die sechs Harzer, Marlene Zündel, Marnie Weißenborn, Henriette von Zweidorf, Matty Schmidt, Fynn Härter und Jamie Stöpel, wurden von Trainerin Birgit Galler, unterstützt durch Holger Dalichow, sowie den Kampfrichterinnen Hanka Zündel und Claudia Dalichow begleitet. Da die Wettkämpfe am Sonnabend bereits sehr früh begannen, reisten die Wernigeröder am Freitag an. Bei griechischer Folklore und guter Laune wurde sich gestärkt.

Am nächsten Morgen stimmten sich die Harzer Fin­swimmer bei besten Platzbedingungen und in einer nostalgischen Schwimmhalle auf die Deutsche Kindermeisterschaft ein. Der erste Start über die 400 Meter Finswimming (FS) verlief jedoch enttäuschend. In guter Position liegend, riss das Fersenband der Monoflosse von Marnie Weißenborn und machte die Fortsetzung des Rennens unmöglich. Eine Reparatur der Flosse vor Ort war aussichtslos. Zum Glück von Marnie Weißenborn war einer der Ausrüster vor Ort und hatte die für sie im Vorfeld bestellte Flosse dabei. Mit neuem, aber ungewohntem Material konnte sie weiter am Wettkampf teilnehmen.

Erste Einzelmedaille verpasst

Die übrigen Sportler des TC Harz stiegen mit den 50 Meter FS in den Wettkampf ein. Marlene Zündel erzielte einen guten sechsten Platz. Im höheren Jahrgang waren die ersten fünf Mädchen innerhalb einer halben Sekunde unterwegs. Marnie Weißenborn verpasste ihre erste Einzelmedaille um zwölf Hundertstelsekunden. Henriette von Zweidorf sammelte wertvolle Wettkampferfahrung und platzierte sich mit neuer Bestzeit auf Rang zwölf.

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Jamie Stöpel und Fynn Härter starteten ebenfalls mit neuen Bestzeiten in den Wettkampf und erreichten damit Top Ten-Platzierungen. Matty Schmidt hatte wohl nicht so recht ausgeschlafen und benötigte für die kurze Strecke einen zu langen Anlauf. Auf Platz sieben anschlagend, fehlten am Ende nur 0:3 Sekunden zum Silberrang. In der anschließenden Staffel über 4 x 100 m-FS schwammen Marlene, Marnie, Fynn und Jamie auf den Bronzerang.

Neue Flosse ohne Glück

Der Vormittag endete mit der 200 Meter-Strecke im Flossenschwimmen. Marnie Weißenborn fehlte mit neuer Flosse das Glück, trotz toller neuer Bestzeit verpasste sie das Podest ganz knapp. Henriette von Zweidorf erkämpfte sich wieder Rang zwölf. Marlene Zündel steigerte ihre Bestzeit um mehrere Sekunden und schwamm auf Platz sieben. Auch Fynn Härter verbesserte seine Bestzeit deutlich. Jamie Stöpel wählte mit Respekt vor dieser Strecke eine ungewöhnliche Taktik und gestaltete die zweiten 100 Meter deutlich schneller als die ersten. Die Besten des Jahrgangs waren jedoch schon zu weit enteilt, ein toller Endspurt brachte Rang neun. Matty Schmidt lieferte mit reichlich Frust über die knapp verpasste Medaille ein packendes Rennen und erkämpfte sich die Goldmedaille.

Auch der Nachmittag startete mit einem Paukenschlag. In der Staffelkonkurrenz über 4 x 50 m FS wechselte die Führung ständig, mit einem tollen Endspurt sicherte Jamie Stöpel dem TC Harz die Silbermedaille. Den Abschluss der Deutschen Kindermeisterschaften bildeten die Wettkämpfe über 100 m Finswimming. Marlene Zündel verpasste als Vierte mit toller Bestzeit das Podium knapp. Marnie Weißenborn und Henriette von Zweidorf schwammen erneut neue Bestzeiten, ebenso Jamie Stöpel und Fynn Härter, die sich im stark besetzten Jahrgang unter den besten Zehn platzierten. Beflügelt von der Goldmedaille, hatte Matty Schmidt hervorragend in den Wettkampf gefunden und ließ über 100 m einen Vizemeistertitel folgen.

Das Resümee der Trainer beinhaltete viele Glückwünsche und Lob, aber auch die Mahnung, im Trainingsfleiß nicht nachzulassen, da auch in den anderen Vereinen sehr schnelle Sportler trainieren. Die Rückfahrt wurde schließlich noch für eine große Belohnungspause unterbrochen, ehe stolze Eltern ihre Kinder in Wernigerode in Empfang nahmen.