Wernigerode l Das Quartett überzeugte mit guten Platzierungen und neuen Bestzeiten.

Die Zielsetzung beim diesjährigen Weltcupauftakt für die Harzer Flossenschwimmer Jan Henrik Hass, Noah Dalichow, Louis von Gynz Rekowski und Louis Mäter war klar. Sie sollten ihre persönlichen Bestzeiten verbessern. Was einfach klingt, ist aber bei einem Starterfeld von mehr als 650 Sportlern aus 20 Nationen nicht so einfach.

Hass schwimmt Bahnrekord

Für einen Paukenschlag gleich am ersten Wettkampftag sorgte Jan Henrik Hass, der seine Bestzeit über die 200 Meter Flossenschwimmen auf der langen Bahn gleich um vier Sekunden verbessern konnte. Dies bedeutete zweitbester Deutscher und eine Platzierung im Mittelfeld. Louis Mäter. der Weltcup-Neuling unter den Harzern, erwischte keinen perfekten Start. Er rutschte über die 200 Meter Flossenschwimmen vom Startblock ab und musste unter Wasser erst sein Equipment richten, ehe er richtig losschwimmen konnte. Mit viel Kampfgeist reichte es am Ende tatsächlich zu einer neuen Bestzeit.

Wie nah Glück und Pech beieinander lagen, musste Louis von Gynz Rekowski erfahren. Aufgrund einer neuen Regelung darf er seinen Wettkampfanzug nicht mehr bei Wettkämpfen tragen. Der Versuch noch vor Ort einen neuen zu kaufen, misslang, da kein Ausstatter ein Modell in seiner Größe vorrätig hatte. Die Verunsicherung war groß und zur Potenzierung des Missgeschicks ging auf der Startbrücke zum 200 Meter Flossenschwimmen seine Schwimmbrille kaputt. Bei so viel Aufregung vor dem Start, war für den Wettkampferfahrenen keine Bestzeit möglich.

Bilder

Kampfrichter monieren Druckluftpflasche

Dem Pechvogel des Wettkampfes blieb die Aufregung über die 100 Meter Streckentauchen erhalten. Das Prüfsiegel der Druckluftflasche konnte von den Wettkampfausrichtern nicht korrekt gelesen werden. Darüber hinaus unterstellten sie, dass die Flasche nicht bei der Materialkontrolle gewesen sei. Teamkollege Noah Dalichow unterstützte und erklärte zwölf Kampfrichtern, dass alle Prüfnormen eingehalten und die Materialkontrolle stattgefunden hatte. Louis von Gynz Rekowski durfte starten und wurde mit neuer Bestzeit Zwölfter seiner Altersklasse.

Noah Dalichow ging am ersten Wettkampftag auf seiner Lieblingsstrecke an den Start und belegte dort in 17,82 Sekunden den 18. Platz und wurde damit bester Deutscher. Sehr eng ging es im Wettkampf auf der kurzen 50-m-Strecke Apnoe unter den Teilnehmern zu, nur knapp verpasste der Harzer eine Top Ten-Platzierung.

Hass überzeugt über 400 Meter

Am zweiten Tag standen für die Harzer noch die 400 Meter Flossenschwimmen sowie die 50 und 100 Meter Flossenschwimmen auf dem Programm. Wieder gab es erfreuliche und weniger erfreuliche Ergebnisse. Überzeugen konnte Jan Henrik Hass, der seine Bestzeit über die 400 Meter um zwölf Sekunden verbesserte. Louis Mäter und Noah Dalichow blieben auf den Sprintstrecken unter ihren Möglichkeiten.

„Noah Dalichow fehlte die Lockerheit im gesamten Wettkampf. Er wollte einfach zu viel“, resümiert Trainer und Vater Holger Dalichow. „Bei beiden Louis‘ war es die Aufregung und die Verunsicherung, die ein besseres Ergebnis verhinderte.“ Insgesamt aber war der Trainer zufrieden. „ Alle vier bestätigten ihre sehr guten Trainingsergebnisse. Das lässt für die weitere Wettkampfsaison hoffen.“

Nach einer sehr turbulenten Rückfahrt, geprägt vom Sturmtief Viktoria, erreichten alle Deutschen Teilnehmer wieder ihre Heimat. Ein großer Dank geht an die Firma GeoMD GmbH aus Gommern und den Geschäftsführer Thomas Friedrich, der in diesem Jahr kostenlos einen Bus für die Hin-und Rückfahrt zur Verfügung gestellt hat.