6. Harzer Volksbank Open in Namen & Zahlen

Einzel, Hauptfeld:

Achtelfinale: Laurin Kröger (TG Bergstedt-Wensenbalken) – Rafael Giotis (CaM Nürnberg) 1:6, 1:6; Johann Willems (TC Wolfsberg Pforzheim) - Jim Walder (TC Iserlohn) 7:5, 6:4; James Frawley (TC Bredeney Essen) – Florian Barth (Oldenburger TeV) 6:3, 6:1; David Eisenzapf (Der Club an der Alster Hamburg) – Michel Hopp (Tennisclub Ruhla) 6:2, 0:6, 6:0; David Pichler (TuS Sennelager) – Marvin Rehberg (Lehrter Tennis-Club) 6:4, 6:2; Robin Stanek (TC Iserlohn) – Marc Hälker (TC Blau-Weiß Halle) 6:0, 6:0; Leonard von Hindte (Der Club an der Alter Hamburg) – Thorsten Bertsch (TC Iserlohn) 6:7, 7:5, 4:6; Agustin Velotti (TC 1899 Blau-Weiss Berlin) ‑ Niklas Schulz (TV Jahn Wolfsburg) 7:5, 6:1;

Viertelfinale: Johann Willems – Rafael Giotis 7:5, 6:4; James Frawley – David Eisenzapf 7.5, 2:6, 6:1; David Pichler – Robin Stanek 3:6, 4:6; Agustin Velotti – Thorsten Bertsch 0:1 Aufgabe;

Halbfinale: Johann Willems – James Frawley 6:1, 6:3; Agustin Velotti – Robin Stanek 6:3 Aufgabe;

Halbfinale: Agustin Velotti – Johann Willems 7:5, 6:0;

Einzel, Nebenrunde:

Halbfinale: Artur Ivanenko (Dahlemer Tennisclub) – Johannes Kolowrat (TC Blau-Weiß Halle) 6:1, 6:2; Maximilian Friese (TC Blau-Weiß Halle) – André Timme (TC Wernigerode) 6:4, 6:1;

Finale: Artur Ivanenko – Maximilian Friese 6:2, 6:3

Doppel:

Viertelfinale: André Timme (TC Wernigerode)/Jim Walder (TC Iserlohn) - Tore Waldhausen (Leipziger Sport Club 1901)/Michel Hopp (Tennisclub Ruhla) 6:4, 6:2;

Halbfinale: Joel Link (THC Hanau)/David Pichler (TuS Sennelager) – Timme/Walder -:-, -:-; Marek Pesicka/Niklas Schulz (TV Jahn Wolfsburg) – Maximilian Friese/Marc Hälker (TC Blau-Weiß Halle) 5:7, 6:2, 2:6;

Finale: Joel Link/David Pichler – Maximilian Friese/Marc Hälker 6:1, 6:3.

Wernigerode l Obwohl es der an Nummer eins gesetzte Vorjahresfinalist Aleksandre Metreveli nicht zum Turnier schaffte – der Georgier spielte am Freitagabend ein ITF-Turnier in Groningen (Niederlande) – bekamen die an allen drei Tagen zahlreichen Zuschauer ein hochklassiges Teilnehmerfeld geboten. Mit dabei war auch der Österreicher David Pichler, der Freitagmittag ebenfalls noch in Groningen aufschlug und nachts in Wernigerode anreiste. Der an Nummer vier gesetzte mehrmalige Finalist Dominik Bartels verletzte sich kurz zuvor bei den Deutschen Meisterschaften der Verbände und musste seine Teilnahme absagen. Dafür kamen Lucky Loser aus der Qualifikation ins Hauptfeld.

Das Viertelfinale zwischen David Pichler, Nummer 340 der Weltrangliste, und dem Tschechen Robin Stanek (Nr. 780) war ein vorweg genommenes Finale und eines der hochwertigsten Turnierspiele. Trotz der Niederlage spielte David Pichler auch die Doppelkonkurrenz und konnte sich hier, an der Seite des Hanauers Joel Link, mit einem 6:1, 6:3-Finalsieg gegen das Duo Maximilian Friese/Marc Hälker (TC Blau-Weiß Halle) den Siegerpokal sichern.

Dramatisches Achtelfinale

Dramatisch verlief auch das Achtelfinalspiel zwischen Torsten Bertsch und Leonard von Hindte, das mit knapp fünf Stunden Länge einen neuen Zeitrekord aufstellte. Die hohen Temperaturen von 32°C kosteten dem Sieger Bertsch (7:6, 5:7, 6:4) dermaßen viel Kraft, dass er sein Viertelfinale gegen den Argentinier Agustin Velotti nicht bestreiten konnte.

Bilder

Willems marschiert souverän ins Endspiel

Im Halbfinale zog sich im Duell zweier Favoriten Robin Stanek eine schwere Schulterverletzung zu, nach dem Verlust des ersten Satzes gegen Velotti musste er verletzt aufgeben. In souveräner marschierte der Kölner Johann Willems durch das Turnier, mit seinem aggressiven Spiel von der Grundlinie und seinen harten Schlägen dominierte er seine Gegner mit dauerhaft hohem Spieltempo.

Auch im Finale zeigte er den gesamten ersten Satz über dieses Tennis, auf das Agustin Velotti keine Antworten fand und deshalb stets große Mühe hatte, seine Aufschlagspiele zu halten. Willems schaffte es trotz seiner spielerischen Überlegenheit und Dominanz nicht, den Argentinier entscheidend zu breaken. Stattdessen ließ er sich von dem einsetzenden Wind etwas aus der Ruhe bringen und verlor sein Aufschlagspiel zum 5:6 und dadurch völlig überraschend auch den ersten Satz mit 5:7. Damit war der Spielverlauf etwas auf den Kopf gestellt. Sichtlich frustiert, verlor Johann Willems gleich zu Beginn des zweiten Satzes sein Aufschlagspiel und auch den Faden in seinem Spiel. Seine gewohnte Sicherheit ging verloren und Agustin Velotti nutzte seine ganze Erfahrung, um den Satz mit einem eindrucksvollen 6:0 und damit schließlich das Match und den Turniersieg schnell und sicher nach Hause zu bringen.

Pokal bleibt in Wernigerode

Stolz nahm der Argentinier bei der Siegerehrung von Hans-Heinrich Haase-Fricke, Vorstandssprecher des Turniersponsors Harzer Volksbank, Axel Schmidt, Präsident des Tennisverbandes Sachsen-Anhalt, sowie Michael Baumgarten als Vereinspräsident und Turnierdirektor Matthias Carius vom TC Wernigerode den Siegerpokal entgegen. Die Reise nach Südamerika trat die Trophäe der Glasmanufaktur Derenburg jedoch nicht mit an, da Velotti ihn auf seiner Turniertour kaum unversehrt nach Hause bekäme. Der vom Sieger signierte Pokal steht nun zumindest für einem Jahr im Vereinsheim des TC Wernigerode. Auch wenn er sich bei der Siegerehrung kaum äußerte („My english is so bad“), ein verhaltenes „Yes“ zu seiner Wiederkehr im nächsten Jahr ließ er sich dann doch entlocken.

Die Nebenrunde, in der mit André Timme auch ein Spieler vom TC Wernigerode antrat gewann Artur Ivanenko vom Dahlemer Tennisclub.

Michael Baumgarten, Vereinspräsident des TC Wernigerode, bedankte sich bei der Siegerehrung noch einmal bei allen Sponsoren, allen voran Namensgeber Harzer Volksbank, den vielen Helfern im Verein, Turnierdirektor Matthias Carius, dem Tennisverband Sachsen-Anhalt und Hauptschiedsrichter Wilhelm Holz, der seit Jahren ein treuer Partner des Turniers ist. Ein besonderer Dank geht auch an das Sporthotel Wernigerode um Ines und Michael Wichmann, die für die Unterbringung der Tennisspieler verantwortlich zeichnen.