Punktspiele beim TC Wernigerode

Ab dem 28. April finden beim TC Wernigerode an jedem Wochenende Punktspiele statt. Neben der Ostliga-Mannschaft gehen weitere sieben Herren-, eine Damen- sowie vier Jugendmannschaften bis Ende Juni auf Punktejagd. Alle Mannschaften sind gut gerüstet und freuen sich über jeden Zuschauer, der den Weg auf die beschauliche Anlage in der Tiergartenstraße findet und sich für den Tennissport begeistern kann.

Wernigerode l Paukenschlag an der Tiergartenstraße. Ein ehemaliger Davis-Cup-Spieler und langjähriger Bundesliga-Spieler schlagen im Sommer an der Tiergartenstraße auf. Während die Tennisplätze an der Tiergartenstraße gerade aus dem Winterschlaf erwachen, sind die Mannschaften und Verantwortlichen des TC Wernigerode bereits bestens für die neue Spielzeit gerüstet. Nicht nur, dass der Verein mit drei Landesmeister- und einem Vize-Landesmeistertitel gestärkt aus der Hallensaison hervorging, auch in der Sommersaison will der Club sportlich für Furore sorgen.

Für die Ostliga gerüstet

Dies ist nicht nur mit der Ende August anstehenden Neuauflage der Harzer-Volksbank-Open – als höchstrangigem Herrenturnier in Sachsen-Anhalt – und der erstmals stattfindenden Offenen Landesmeisterschaften der Herren und Damen der Altersklasse 30+, die bundesweit agierende Spieler in den Harz locken soll, verknüpft. Auch in der Ende April beginnenden Punktspielsaison wollen die Teams des TC Wernigerode für Furore sorgen, allen voran die überregional agierenden Herren 30+ in der Ostliga.

Mit dem im Vorjahr erreichten dritten Platz in der herausragenden Premierensaison hat die Mannschaft um Teamchef Stephan Sterzik Lust auf mehr bekommen und sich ambitionierte Ziele gesteckt. Hierzu konnte das Erfolgsteam nicht nur zusammen gehalten werden, sondern mit drei Akteuren verstärkt werden. Vor allem von den beiden neuen Spitzenspielern dürfen die Zuschauer den ein oder anderen spielerischen Leckerbissen erwarten. Handelt es sich doch um zwei Spieler Sachsen-Anhalts, die nicht nur erstmals in dieser Altersklasse aufspielen, sondern bis dato aktiv bei den Herren, und aufgrund ihrer Spielstärke in den westdeutschen Bundesligen agierten.

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Der aus Burg stammende Andrè Timme spielte bis zuletzt bei den Herren des TC Iserlohn in der 2. Bundesliga und in der Westfalenliga bei den Aktiven. Er war jahrelang in der deutschen Herren-Rangliste unter den Spitzenspielern gelistet, wurde im letzten Jahr Norddeutscher Meister in der Altersklasse 30+ und ist aktuell die Nummer 71 der Herren 30+ in Deutschland.

Mit dem Gewinn von Martin Emmrich ist der Mannschaft wohl der größte Coup gelungen. Der 1,83 m große Linkshänder, gebürtige Magdeburger und Sohn des erfolgreichsten DDR-Tennisspielers Thomas Emmrich, ist als einer der besten Tennisspieler Ostdeutschlands anzusehen. Dafür steht seine erfolgreiche Karriere, die er über Jahre als Profi auf der ATP-World-Tour bestritt. Im Doppel, zuletzt mit seinem schwedischen Partner Andreas Siljestrom, gewann er insgesamt drei Titel auf der ATP-Tour und erreichte 2013 mit der Weltranglistenposition 35 sein höchstes Ranking.

Emmrich spielte für Davis-Cup-Team

Aus diesem Grund wurde er 2013 für das deutsche Nationalteam und den Davis-Cup nominiert und eingesetzt. Als aktiver Profi auf der ATP-Tour war er zuletzt 2015 in Wimbledon am Start. Martin Emmrich spielte über Jahre in der 1. Bundesliga für den Rochusclub Düsseldorf und zuletzt für den Hamburger Club TK Sachenwald. Aktuell bereitet er sich in der IMG Academy von Nick Bollitieri in Florida, in der auch André Timme zwei Jahre lang trainierte, auf die neue Saison vor und freut sich bereits auf die Einsätze für seinen neuen Club im Harz.

Mit dem über zwei Meter großen und aufschlagstarken Tom Glücklederer, der im letzten Jahr für den TC Naunhof auch in der Ostliga aufschlug, hat sich die Mannschaft weiter nominell und qualitativ verstärkt. Damit verfügt der TC Wernigerode über einen mehr als homogen aufgestellten Kader, der mit Sebastian Beilecke, Christian Kluge, Stephan Sterzik, Daniel Mlynek, Ingo Mohme sowie den tschechischen Routiniers Jiri Supol und Michal Raab qualitativ mehr als konkurrenzfähig ist.

Konkurrenz aus der Hauptstadt

Dass dies auch notwendig ist, hat die Mannschaft in der Vorsaison bei vielen engen Spielen zu spüren bekommen. Auch in diesem Jahr wird die größte Konkurrenz von den Mannschaften aus der Bundeshauptstadt Berlin zu erwarten sein. Das erste Mal präsentiert sich das komplette TCW-Team daheim am 6. Mai ab 11 Uhr, gegen den Berliner SV 1892. Die Mannschaft und der gesamte Tennisclub hoffen auf zahlreiche Zuschauer und eine tolle Atmosphäre – und das möglichst bei allen Heimspielen.