Nedlitz l Auf die Nedlitzer Landesklasse-Elf des SC Vorfläming um Trainer Helmut Friedrich wartet am Wochenende erneut ein Doppelprogramm. Schon heute Abend kommt es zu einem Derby, wenn ab 18 Uhr im Stadion am Eckernkamp der Tabellenvorletzte, die ASG Vorwärts Dessau, erwartet wird.

Für die Nedlitzer wird es trotz der Favoritenstellung (Tabellenplatz zehn) eine schwere Partie. Frustriert teilte Friedrich mit, dass sein Libero und "Leitwolf" David Ritze mit Mittelfußbruch für die restliche Saison ausfällt. "Das ist mehr als bitter", so Friedrich. "Wir werden nur elf oder zwölf Mann sein."

Dabei geht der Coach davon aus, dass Nikolai Kuklin mitwirken kann und nicht kurzfristig zur Arbeit gerufen wird. Fehlen wird außerdem Daniel Pilatzek (Arbeit). Dafür hilft eventuell Sebastian Daudert aus. Aushelfen werden auch Sebastian Huhn und Sebastian Wicher aus der zweiten Nedlitzer Mannschaft.

Die Gäste stehen mit dem Rücken zur Wand. Mit bisher nur vier Punkten müsste es schon "mit dem Teufel zugehen", dass sie dem Abstieg noch entrinnen können. Aber gerade deshalb werden sie sich nicht kampflos geschlagen geben.

"Vorwärts will sich so achtbar wie möglich verkaufen und wird uns die Punkte nicht herschenken", so der Zerbster. "Aber wir wollen natürlich versuchen, einen Heimsieg einzufahren und müssen aus unserer Situation das Beste machen."

Im Hinspiel überzeugten die Vorfläming-Kicker mit einem klaren 6:1-Sieg.

Wie der Vorsitzende des SC Nedlitz, Mario Buge, mitteilte, kommen die Einnahmen der heutigen Begegnung der Kita Nedlitz, die einen Trinkbrunnen für ihre Kinder errichten möchte, zu Gute. Deshalb wäre es toll, wenn Zuschauer und Fans sich zu einer kleinen Geldspende durchringen könnten.

Gleich am Sonntag geht die Reise für die Nedlitzer in die Lutherstadt Wittenberg. Die Verbandsliga-Reserve des SV Grün-Weiß Piesteritz steht mit 46 Punkten auf dem dritten Platz und schaut noch nach oben, auch wenn der Spitzenreiter, Grün-Weiß Annaburg, mit 55 Zählern schon uneinholbar erscheint.

Am Sonntag ist Pilatzek wieder mit an Deck, dafür steht hinter dem Einsatz von Daudert und Kuklin ein Fragezeichen.

"In Piesteritz wird es ganz schwer", so Friedrich, der "mit einem Punkt hochzufrieden wäre". Im Hinspiel unterlag der SC mit 0:2.

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