Nachdem Union Heyrothsberge bereits gestern Abend mit einem 3:3 gegen BlauWeiß Niegripp die Saison in der Fußball-Landesklasse 2 eröffnete, steht heute im Duell Nedlitz gegen Zerbst das nächste interessante Derby an.

Von Simone Zander

Zerbst/Nedlitz l Beide Mannschaften wollen unbedingt ihr Auftaktspiel gewinnen, die Nedlitzer vom SC Vorfläming besonders, da sie ihren Heimvorteil nutzen wollen. Beide Teams sind nach Aussage ihrer Trainer heiß und froh, dass es endlich wieder losgeht.

Die Zerbster vom TSV Rot-Weiß konnten ein positives Fazit unter ihre zahlreichen Vorbereitungsspiele ziehen. "Wir haben auf den Saisonstart hingearbeitet und sind konditionell voll auf der Höhe", sagte Trainer Torsten Marks, der heute nur auf die Verletzten Christopher Sens und Marcel Gieseler verzichten muss.

Sens hat nach seinem Muskelbündelriss bereits mit dem Lauftraining begonnen, darf sein Bein jedoch noch nicht belasten.

So hat der Coach die Qual der Wahl, da fast jede Position doppelt besetzt ist. Ein Luxus, von dem er in der Vorsaison nur träumen konnte. "Ich habe mich entschieden, wer spielen wird und werde es den Jungs vor dem Spiel mitteilen. Sicher wird es für den einen oder anderen enttäuschend sein, aber jeder wird seine Chance erhalten", so Marks, der sich selbst "sehr auf das Derby freut".

"Die Jungs sind froh, dass es endlich losgeht. In den Gesprächen war dieses gewisse Feuer drin. Sie scharren sozusagen mit den Hufen, aber es wird ein zähes Ringen ", so der 39-Jährige abschließend.

Auch die Nedlitzer Vorfläming-Kicker sind nach Aussage ihres Trainers Helmut Friedrich "hieß auf den Beginn der Saison". Die Spieler und die Verantwortlichen freuen sich auf das Derby und hoffen auf eine große Zuschauer-Kulisse.

Trainer Friedrich muss heute auf seinen Torhüter Marcus Hoffmann, der noch im Urlaub ist, verzichten. Das stellt schon ein kleines Problem dar, denn auch Ersatz-Torhüter Sebastian Wicher, der bei der Marine arbeitet, ist zur Zeit auf hoher See und kann nicht einspringen. Wer im Tor stehen wird, stand noch nicht fest.

Ansonsten kann auch der SC-Coach aus dem Vollen schöpfen. Nur hinter dem Einsatz von Sebastian Daudert, der sich nach einem Sturz von der Leiter verletzt hatte, steht noch ein Fragzeichen.

"In den Vorbereitungsspielen konnte sich arbeits- und urlaubsbedingt noch keine Startformation herauskristallisieren. Oft konnten wir nur mit elf Mann antreten. Ich denke, wir werden heute eine schlagkräftige Elf zur Verfügung haben. Ein Sieg zum Auftakt wäre schon was", so der 61-Jährige.

   

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